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Teilchenphysik und Kunst

17.9. - 9.10.2016 – "Cosmic Revelation": kosmische Strahlung als Licht-Kunstobjekt

Cosmic Revelation
Cosmic Revelation
Cosmic Revelation (© imachination projects)

‚Cosmic Revelation‘ verwandelt die Zentrale der SV SparkassenVersicherung in Stuttgart in eine kosmische Lichtskulptur. Eine spektakuläre Art & Science-Kooperation des Konzeptkünstlers Tim Otto Roth mit dem Team von Dr. Andreas Haungs vom KIT-Centrum Elementarteilchen- und Astroteilchenphysik zeigt zum Lichtkunstfestival "Aufstiege" in Stuttgart vom 17. September bis 9. Oktober, woher kosmische Strahlung kommt.

Vier Treppenhäuser der Zentrale der SV SparkassenVersicherung am Löwentor in Stuttgart sind rot erleuchtet. In kurzen, unregelmäßigen Abständen durchzucken weiße Lichtblitze die markant beleuchteten Eckpfeiler des Gebäudes. Auf dem Dach strahlt ein "Himmelszeiger" weithin sichtbar in unterschiedliche Richtungen und verweist darauf, dass das, was die Treppenhäuser auf scheinbar chaotische Weise zum Leuchten bringt, von weiter oben kommt. Auf dem Gebäudedach messen 16 hochsensible Detektoren live die Wirkung der kosmischen Strahlung, die bei ihrem Eindringen in die Erdatmosphäre beständig Kaskaden unsichtbarer Teilchen entstehen lässt.

Das Projekt ist Lichtkunst und Experiment zugleich. Es ist das Ergebnis einer Kooperation des Schwarzwälder Künstlers Tim Otto Roth mit den Astroteilchenphysikern des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT). Bereits 2008/2009 wurde die Urversion von "Cosmic Revelation" mit eigens entworfenen Blitzskulpturen realisiert, die direkt im Großexperiment KASCADE der Karlsruher Physiker gezeigt wurden. Eine dieser Blitzskulpturen ist tagsüber im Foyer der SV Zentrale zu besichtigen und zeigt dort die aktuell gemessene kosmische Strahlung an.

Tim Otto Roth macht die Zentrale der SV SparkassenVersicherung zum Forschungsfeld und holt damit die ansonsten unsichtbare Grundlagenforschung in den öffentlichen Raum.

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Die vier erleuchteten Treppenhäuser und der Skybeamer in der Stuttgarter SparkassenVersicherung.
(© imachination projects)

11.7.2015 – Art@CMS: Ausstellung „Art of Science – Beauty in Creation“ am KIT

Vernissage
v.l.n.r.: Chris Henschke, Dr. Michael Hoch, Lindsay Olson, Dr. Irmgard Langbein, Bree Corn, Bürgermeister Wolfram Jäger, Prof. Johannes Blümer, Prof. Thomas Müller © KIT, Göttisheim
Art@CMS
© Michael Hoch

Am Freitag, den 26.6.2015 wurde die Ausstellung "Art of Science - Beauty in Creation" mit einer Vernissage eröffnet. Nach Grußworten von Prof. Johannes Blümer, Bürgermeister Wolfram Jäger und Prof. Thomas Müller gab Dr. Michael Hoch eine Einführung in die Ausstellung und in das Kunstprojekt "art@CMS", dessen Initiator er ist. Michael Hoch, Physiker am CERN und Fotokünstler, möchte damit einen nachhaltigen Dialog zwischen Wissenschaftlern der Teilchenphysik, der Kunstwelt und Bildungsinitiativen anstoßen.

Michael Hoch porträtiert in seinen eigenen Werken den CMS-Detektor aus künstlerischer Sicht mit Hilfe von verfremdeten Fotografien und Collagen. Neben ihm waren noch drei weitere Künstler angereist, die ihre Werke ausstellten und sie den Besuchern der Vernissage in Kurzvorträgen vorstellten: Lindsay Olsen (USA), die mit Stoffen das Standardmodell der Teilchenphysik künstlerisch verarbeitet; die Fotografin Bree Corn (Österreich), die Wissenschaftler porträtiert und deren wissenschaftliche Statements und Dynamik in Fotokunst einfängt und schließlich Chris Henschke (Australien), der mit Hilfe von experimenteller Kombination digitaler Medien Kunst und Wissenschaft verbindet.

Die Ausstellung war bis zum 11.7. im Foyer des CFN-Gebäudes (30.25) am Campus Süd zu besichtigen.


"Art@CMS – a novel way to achieve a sustainable inspiration in public for science"

Michael Hoch
Michael Hoch

Am 12. November 2014 gab der Wissenschaftler, Fotograf und Künstler Michael Hoch (CERN) einen aufschlußreichen Vortrag zum Thema "Art@CMS – a novel way to achieve a sustainable inspiration in public for science".

Michael Hoch stammt aus Wien, Österreich, wo er Sport und Physik studierte. Während seiner Studienzeit konzentrierte sich seine Fotografie auf menschliche Bewegungen und Architektur. Während seiner Promotion am CERN in Genf begann er sein Langzeitprojekt "Where Science Meets Art".