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VeranstaltungenKIT-ZAK Tanja Meißner

 

 

 

22. Juli 2022 – 20 Jahre GridKa

2022 07 20 Jahre GridKa KIT / SCC
Grußworte des KIT Präsidiums, Prof. Dr. O. Kraft

Vor 20 Jahren, am 30.10.2002, fand das Einweihungskolloquium von GridKa, dem zentralen deutschen Rechenzentrum für die Kern- und Teilchenphysik im weltweiten LHC Computing Grid, statt.

Der seit nunmehr 20 Jahren erfolgreiche Betrieb von GridKa wurde nun in einer Jubliäumsveranstaltung im SCC am Campus Nord des KIT gewürdigt. Nach einem Grußwort des KIT Präsidiums durch Prof. Dr. Kraft gab es Rückblicke von Prof. Dr. Maschuw, Dipl.-Phys. Mickel und Dr. Marten. Natürlich durften auch die Ausblicke in die Zukunft nicht fehlen, dafür sorgten Prof. Dr. Mnich (CERN) sowie A. Streit vom SCC.

www.scc.kit.edu/ueberuns/16298.php

 

 

4. Juli 2022 – vor 10 Jahren wurde das Higgs-Boson entdeckt

2022-07_10-Jahre-Higgs.jpg Laura Vogiatzis

Populärwissenschaftliche Veranstaltung „10 Jahre Higgs-Boson“
4. Juli 2022, 18 Uhr im Gerthsen-Hörsaal (Gebäude 30.21), Engesserstraße 9, am Campus Süd des KIT.

am 4. Juli 2012 – vor zehn Jahren – wurde am europäischen Großforschungszentrum CERN in Genf die Entdeckung des Higgs-Bosons bekannt gegeben. An dieser Entdeckung war das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) mit vielen wissenschaftlichen Gruppen und Technologien beteiligt – und die Forschenden des KIT beschäftigen sich auch weiterhin mit diesem Teilchen. Einblick in die laufende Forschung bietet die populärwissenschaftliche Veranstaltung „10 Jahre Higgs-Boson".

„Das Higgs-Teilchen verleiht allen anderen Teilchen ihre Masse und ist das letzte Puzzlestück, das im Standardmodell der Teilchenphysik zur Beschreibung der Materiebausteine und ihrer Wechselwirkungen noch gefehlt hatte“, sagt der Teilchenphysiker Professor Markus Klute, der mit seiner Gruppe in den USA wesentlich zur Entdeckung des Higgs-Bosons beigetragen hat. Seit dem vergangenen Jahr forscht er als Humboldt-Professor am KIT.
 
Beendet sei die Forschung zu dem Teilchen aber noch lange nicht, so Klute. „Wir wollen das Higgs-Teilchen besser und vor allem breit verstehen: Welche Eigenschaften hat es? Welche Prozesse unterstützt es? Wie koppelt es sich an andere Teilchen? Gibt es Teilchen, die ihm gleichen?“ Inzwischen können die Forschenden das Higgs-Boson bis in den Prozentbereich hinein vermessen. Doch es gehe noch um mehr: „Am Ende möchte ich herausfinden, wo die Grenzen unseres Verständnisses liegen“, sagt Klute.
 
Was aber kommt nach dem Standardmodell? „Es gibt Phänomene, die es nicht abbildet. Ein Beispiel ist die dunkle Materie, die für den Aufbau unseres Universums mit seinen Galaxien fundamental wichtig ist“, erläutert Klute. Dass es sie geben muss, zeigten Gravitationsmessungen – gesehen habe man sie jedoch noch nicht. Auch Wechselwirkungen zwischen dunkler und sichtbarer Materie seien bislang nicht nachweisbar. „Meine Hoffnung ist, dass wir durch das Higgs-Boson mehr darüber lernen können“, sagt Klute.

Markus Klute und sein Team sind in der Hochenergiephysik unterwegs. Sie designen Maschinen, die auf Lichtgeschwindigkeit gebrachte Teilchen bei der Kollision aufspüren, entwickeln die Analysewerkzeuge für die gemessenen Daten und haben den Einsatz moderner Techniken des Maschinellen Lernens in der Hochenergiephysik etabliert. Das derzeit wichtigste Projekt von Klute ist das internationale Großforschungs-Experiment Compact Muon Solenoid, kurz CMS, am Large Hadron Collider (LHC) des CERN in Genf. Der Physiker gehört zu dem Team das im Laufe der CMS-Messungen das Higgs-Boson entdeckt hat.

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Juni 2022 - Workshop zu 2S-Modulen @ ETP

220615_Gruppenfoto_2s-module_workshop.jpeg Marius Neufeld / KIT
Gruppenfoto

Wie wird ein Teilchendetektor aus Silizium gebaut, der die extreme Strahlenbelastung am Large Hadron Collider (LHC) am CERN aushält und gleichzeitig schnelle Informationen für die Auswahl der Daten in Echtzeit liefert? Dies war die Leitfrage eines Workshops über “2S-Module”, der vom 13. bis 15. Juni 2022 am KIT stattfand. Dazu sind etwa 35 Teilnehmende von zwölf Mitgliedsinstituten der CMS-Kollaboration aus Europa, dem indischen Subkontinent und Nordamerika zusammengekommen. Neben einer Diskussion des aktuellen Projektstatus standen vor allem “Hands-on-Sessions” auf dem Programm: im gerade erweiterten Reinraum haben sich die Teilnehmenden die aufwändigen Bauprozeduren gegenseitig beigebracht. In den Worten von Dr. Stefan Maier, dem Organisator des Workshops: “Beim Bau von 2S-Modulen müssen sehr viele Details stimmen, nicht nur bei den Bauprozeduren, sondern auch bezüglich der organisatorischen und logistischen Aspekte des Projekts. Nach zwei Jahren Corona-Beschränkungen war es wirklich schön, dass alle Expert*innen nach Karlsruhe gekommen sind und wir unsere Ideen im persönlichen Gespräch austauschen konnten.”

Am LHC werden in den kommenden Jahren der Teilchenbeschleuniger und die Experimente aufwändig für eine Datennahme mit höherer Datenrate ab 2029 erneuert (Hochluminositätsphase, HL-LHC). Am CMS-Experiment wird dazu unter anderem der gesamte Silizium-Spurdetektor ausgetauscht. Der äußerste Teil des Detektors (vom Kollisionspunkt der Teilchenstrahlen aus gesehen) wird mit rund 7600 2S-Modulen bestückt, die zwischen 2023 und 2025 von einem internationalen Konsortium gebaut werden. Prof. Ulrich Heintz von der Brown University in den USA, Leiter des CMS-weiten Projekts zum Bau der 2S-Module, sagt dazu: “Für den neuen CMS-Spurdetektor ist ein präziser Aufbau der Siliziummodule mit wohldefinierten Prozeduren sehr wichtig. Dieser Workshop ist die perfekte Gelegenheit, alle beteiligten Institute an einen Tisch zu bringen, zu diskutieren und festzulegen, wie wir die jetzige Prototypphase abschließen, um dann gut vorbereitet in die Bauphase zu starten.”

1. Juni 2022 – Kathrin Valerius beim 10. MINT-Gipfel in Berlin

Prof. Dr. Kathrin Valerius beim MINT-Forum Nationales MINT-Forum
Prof. Dr. Kathrin Valerius als Panel-Gast beim 10. MINT-Gipfel in Berlin

Der MINT Aktionsplan des Bundesministeriums für Bildung und Forschung wird fortgesetzt und erweitert. Dies kündigt Bundesbildungsministerin Bettina Stark-Watzinger auf dem 10. Nationalen MINT Gipfel in Berlin an. Sie stellte einen „5 Punkte Plan für mehr MINT-Kompetenzen“ vor. Dafür will das Ministerium insgesamt 45 Mio. Euro bereitstellen. Veranstalter war das nationale MINT-Forum, das bei diesem Anlass sein zehnjähriges Bestehen feierte.

Prof. Dr. Kathrin Valerius war als Panel-Gast beim Gipfel eingeladen, bei dem es um die Frage ging: „Erfolg durch Diversität - wie heben wir die MINT-Potenziale?“

Panel-Teilnehmer:
Dr. Stephanie Kowitz-Harms, Leiterin Verbundprojekt „MINTvernetzt“ (Moderation), im Gespräch mit Hani Balbicy, BSR (Jahrgangsbester Azubi Bereich IT), Gülsah Wilke, COO Ada Health (Vertreterin Wirtschaft), Prof. Dr. Kathrin Valerius, KIT (Vertreterin Wissenschaft) und Prof. Heidrun Stöger, Universität Regensburg (MINT- und Gender-/Diversity-Forschung)

Mehr Infos hier: https://www.nationalesmintforum.de

17. März 2022 – Das IceCube-Observatorium am Südpol

Andreas Haungs berichtet im Mannheimer Planetarium über die Neutrinoforschung am Südpol
IceCube im Planetarium Mannheim – Vortrag von Andreas Haungs

KCETA-Wissenschaftler Dr. Andreas Haungs stellt Neutrinos als Boten der höchst-energetischen Prozesse im Universum vor und beschreibt die jüngsten Ergebnisse des IceCube-Neutrino-Observatoriums am Südpol. Mit coronabedingten zwei Jahren Verspätung findet nun der für März 2020 geplante Vortrag der Reihe Highlights der Astronomie des Planetariums Mannheim statt.

Mit dem Nachweis der ersten hochenergetischen astrophysikalischen Neutrinos gelang 2013 ein fundamentaler Durchbruch – Neutrino-Astronomie wurde als neues Forschungsgebiet etabliert.

Der 1 km³ große IceCube-Detektor am Südpol wurde 2010 fertiggestellt und nimmt seither kontinuierlich Daten. Im Jahr 2018 konnte dann die erste Neutrino-Quelle durch Koinzidenzmessungen mit Gammastrahlen-Experimenten identifiziert werden. Dieser Triumph der sogenannten Multi-Messenger-Astronomie, d.h. das Zusammenwirken der verschiedenen Boten wie kosmische Strahlung, Neutrinos, Gamma-Strahlung oder auch Gravitationswellen, bildet erst den Anfang der Nutzung des sehr großen Potentials von Beobachtungen hochenergetischer Neutrinos als astronomische und teilchenphysikalische Informationsquelle.

Donnerstag, 17.03.2022, 19.30 Uhr
Planetarium Mannheim, Kuppelsaal
Eintritt 5,00 €

www.planetarium-mannheim.de

 

26. Nov. 2021 – Prof. Torben Ferber bei der Nacht der Wissenschaft

Das Unsichtbare sichtbar machen: wie man nach dunkler Materie sucht
2021 11 Nacht der Wissenschaft.jpg Nacht der Wissenschaft

In der Nacht vom 26. November 2021 fand wieder die "Nacht der Wissenschaft" statt. Bis in die frühen Morgenstunden waren viele spannende Vorträge aus den verschiedensten Fachbereichen als Livestream verfügbar.

Auch ein KCETA-Wissenschaftler, Prof. Torben Ferber, war dabei:

"Das Unsichtbare sichtbar machen: wie man nach dunkler Materie sucht
Spannend und zugleich sehr mysteriös: Der Großteil unseres Universums besteht aus dunkler Materie – einer Form von Materie die sich bislang nur indirekt durch ihre Schwerkraft bemerkbar macht. Forscher weltweit suchen mit Hochdruck nach einem Nachweis im Labor: Tief unter der Erde, im Weltall, oder an den größten Teilchenbeschleunigern der Welt. Was wir über dunkle Materie wissen und was wir nicht wissen und wie man Unsichtbare Dinge sichtbar macht – und was hat das alles mit Spülmittel und Eichhörnchen zu tun?"

 

 

5. November 2021 – Julius Wess-Preis 2021 an Prof. Mark Wise

Prof. Mark Wise, Caltech, was chosen to receive the Julius Wess Award 2021 Clara Murgui/Caltech
Prof. Mark Wise, Wess-Preisträger 2021

Der Julius Wess-Preis 2021 des KIT-Zentrums Elementarteilchen- und Astroteilchenphysik (KCETA) des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) geht an Professor Mark Wise vom California Institute of Technology, kurz Caltech. Er erhält den Julius Wess-Preis in Anerkennung seiner herausragenden und bahnbrechenden wissenschaftlichen Leistungen auf dem Gebiet der theoretischen Teilchenphysik, insbesondere der Entwicklung moderner effektiver Feldtheorien für die Flavour-Physik, und seines hohen internationalen Ansehens.

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Entdeckungsreise in die Welt der Elementarteilchen

Zur deutschlandweiten Woche der Teilchenwelt vom 2. bis 8. November 2020 lud das KIT-Zentrum KCETA Wissenschaftsinteressierte ein
Teilnehmer beim International Cosmic Day 2020 Netzwerk Teilchenwelt
Teilnehmer beim International Cosmic Day
2020-11_woche-der-teilchenwelt.jpg Netzwerk Teilchenwelt

Wie entstand das Universum? Woraus bestehen wir? Was untersucht die „Weltmaschine“ am CERN?

Solchen Fragen konnten Wissenschaftsinteressierte in der Woche der Teilchenwelt vom 2. bis 8. November 2020 nachgehen. In ganz Deutschland luden die Standorte von Netzwerk Teilchenwelt zum Streifzug durch die Forschung auf dem Gebiet der Teilchen- und Astroteilchenphysik ein. Während der Aktionswoche konnten Groß und Klein zahlreiche Veranstaltungen online besuchen – darunter Führungen, Masterclasses und Vorträge.

Bei der von KCETA-Wissenschaftlern durchgeführten virtuellen Führung zum KATRIN Experiment wurde den interessierten Teilnehmern sowohl wissenswertes zu den rätselhaften Neutrinos - deren Masse mit dem KATRIN Experiment gemessen wird – erläutert, als auch ein Einblick der Größe und der Komplexität des Experimentes vermittelt.

Internationalen Charakter bekam die Woche der Teilchenwelt mit der Einbindung des International Cosmic Day. Auch daran haben sich Wissenschaftler von KCETA beteiligt und gemeinsam mit einer Schülergruppe aus Österreich Daten des KASCADE-Experimentes ausgewertet. Auch wenn das früher am Campus Nord des KIT lokalisierte Experiment inzwischen abgeschaltet wurde, stehen die Daten über das Webportal KCDC weiterhin zur Verfügung und so wurde die Auswertung mit Hilfe der Nutzung von Jupyter Notebook für die Schüler aufbereitet.

Beide Veranstaltungen haben positives Feedback bekommen und sollen auch in Zukunft für andere Wissenschaftsinteressierte wiederholt werden.

Infos zur Woche der Teilchenwelt

 

 

29. Juni 2020 – Neutrino-Nachmittag für NTW-Fellows

screenshot_Katrin_webinar.jpg Netzwerk Teilchenwelt
VR-Katrin_700px.jpg Lisa Johnsen / Netzwerk Teilchenwelt

Das Netzwerk Teilchenwelt hat gemeinsam mit Wissenschaftlern vom KATRIN-Experiment einen virtuellen Neutrino-Nachmittag für Fellows* organisiert.

Mehr als 40 Fellows machten sich am Freitag, dem 19.6.2020 auf die Spur der großen Frage nach den Leichtgewichten der Physik. Ein Vortrag zur Neutrinowaage KATRIN mit der KCETA Wissenschaftlerin Prof. Kathrin Valerius eröffnete das Webinar, dann folgte eine virtuelle Tour am Experiment, die Dr. Manuel Klein (KCETA) übernahm. Anschließend erklärte Prof. Michael Kobel (TU Dresden), Projektleiter von Netzwerk Teilchenwelt, eine besondere Eigenschaft der sogenannten "Geisterteilchen". Anhand eines gekoppelten Pendels führte er anschaulich vor, was es mit Neutrino-Oszillationen auf sich hat.

Viele Fragen, viele Antworten, reges Interesse und noch einige Rätsel, die es zu lösen gilt – den beteiligten Wissenschaftlern gelang es, die Neutrino-Forschung direkt zu den Fellows nach Hause zu bringen! Die erfolgreiche Umsetzung dieser ersten online-Version eines Fellow-Nachmittags motiviert zu einer Fortführung dieses Formats.

*Fellows sind Jugendliche und Studierende, die mit dem Netzwerk Teilchenwelt eng verbunden sind und an deren Programmen teilgenommen haben. Das Ziel des Netzwerkes ist es, diesen hochqualifizierten Nachwuchs weiter zu fördern und mit der Forschung in Kontakt zu bringen. Seit 10 Jahren gibt es das Netzwerk Teilchenwelt, welches sich der Vermittlung der Physik der kleinsten Teilchen an Jugendliche und Lehrkräfte verschrieben hat. Weitere Infos zum Fellow-Programm gibt es hier.

5. März 2020 – Französischer Botschaftsrat besucht das KIT

franzoesischer_botschaftsrat_besucht_KIT

Am 5. März 2020 besuchten Herr Pascal Revel, Botschaftsrat für Wissenschaft und Technologie der französischen Botschaft in Deutschland, und Herr Hervé Martin, Hochschulattaché für die Zusammenarbeit in der Wissenschaft in Bayern und Baden-Württemberg, zum ersten Mal das KIT. Beide Besucher hatten dabei zunächst die Gelegenheit, das KATRIN Experiment zu sehen, und es sich von Kathrin Valerius und Magnus Schloesser vom Institut für Kernphysik (IKP) erklären zu lassen. Bei der anschließenden Zusammenkunft stellte Andreas Haungs (IKP) und Stefan Bekavac (Bereich V) den Bereich V – Physik und Mathematik des KIT sowie das geplante Kooperationsvorhaben zwischen der Helmholtz-Gemeinschaft und dem französischen Centre National de la Recherche Scientifique (CNRS) vor.

Lesen Sie mehr auf den Seiten des INTL

Bildunterschrift:
Besuch des KATRIN Experiments
v.l.n.r: Magnus Schloesser (IKP), Manuella Werp (INTL), Pascal Revel (Botschaftsrat für Wissenschaft und Technologie der französischen Botschaft in Deutschland), Andreas Haungs (IKP), Kathrin Valerius (IKP), Hervé Martin (Hochschulattaché für Bayern und Baden-Württemberg), Klaus Eitel (IKP)

November 2019 – 20. Jahrestag des Pierre-Auger-Observatoriums


Die Teilnehmer der Feierlichkeiten vor dem Hauptgebäude des Observatoriums (© Miguel Martin)


Malargüe, Argentinien   
14.-16. November 2019

Rund 300 Wissenschaftler und Gäste aus aller Welt feierten das 20-jährige Bestehen des Pierre-Auger-Observatoriums mit einem Festakt und einem wissenschaftlichen Symposium am Standort des Experimentes in Argentinien. Das Pierre-Auger-Observatorium wurde gebaut, um ultra-hochenergetische kosmische Strahlung zu untersuchen, also Teilchen der höchsten jemals beobachteten Energien.

Ultra-hochenergetische kosmische Strahlung
Kosmische Strahlung besteht aus geladenen Teilchen, die ständig die Erde bombardieren und hilft uns, unser Universum besser zu verstehen. Bei den höchsten Energien werden diese Teilchen nur wenig durch die galaktischen bzw. extragalaktischen Magnetfelder abgelenkt, was uns ein neues Beobachtungsfenster in der Astronomie öffnet, nämlich das Studium des nahen Universums mit Hilfe geladener Teilchen. Das Ziel des Pierre-Auger-Observatoriums ist es, die Eigenschaften und die Herkunft dieser ultra-hochenergetischen kosmischen Strahlung zu untersuchen, deren Energie das 100.000-fache derjenigen Energie übersteigt, die in künstlichen Beschleunigern erreicht werden kann.

Das Pierre-Auger-Observatorium
Das Pierre-Auger-Observatorium wurde 1991 von Jim Cronin, Alan Watson und anderen Wissenschaftlern ins Leben gerufen, um die Geheimnisse der Herkunft und Natur der energiereichsten kosmischen Strahlung zu erforschen. Es war ihnen klar, dass nur ein sehr großer Detektor genügend Ereignisse sammeln könnte, um die Fragen nach dem Ursprung der Teilchen zu beantworten. Das Design des Observatoriums verwendet ein "hybrides" Detektorsystem, das einerseits aus 1660 Teilchendetektoren, verteilt über eine Fläche von 3000 km2 besteht, und andererseits aus 27 optischen Teleskopen. Diese komplementären Detektortechniken erfassen sowohl die Teilchen als auch das schwache Fluoreszenzlicht, das aus der gigantischen Teilchenkaskade resultiert, die durch die kosmische Strahlung in der Atmosphäre ausgelöst wird. Schon kurz nach der Gründung des wissenschaftlichen Konsortiums im Jahr 1999 begann der Bau des Observatoriums und wurde 2008 abgeschlossen.


f.l.t.r.: Roberto Rivarola (Member of Board of Directors of CONICET), Fernando Ferroni (Chair of Finance Board), Ingo Allekotte (Bariloche, Project Manager Pierre Auger Observatory), Jorge Vergara Martínez (Mayor of Malargüe), Paula Nahirñak (Sub-secretary of State in Secretariat for Science and Technology), Osvaldo Calzetta (President CNEA), Ralph Engel (KIT, Spokesperson Pierre Auger Observatory), Alberto Etchegoyen (CNEA, Site Spokesperson), Julio Cobos (National Senator for the Province of Mendoza), Laura Montero (Vice-governor of the Province of Mendoza), Ernesto Maqueda (CNEA), Alan Watson (former Spokesperson Pierre Auger Observatory) (© Miguel Martin)

20-jähriges Jubiläum
Wissenschaftler der 90 beteiligten Institute und Gruppen sowie Vertreter aller 17 Mitgliedsstaaten der internationalen Kollaboration trafen sich Mitte November in Malargüe, Argentinien, um den 20. Jahrestag des Experiments sowie die bisher erzielten wissenschaftlichen Ergebnisse zu feiern. Ein wissenschaftliches Symposium eröffnete die Feierlichkeiten und beleuchtete den Stand der Forschung. Am zweiten Tag besuchten die Teilnehmer die Detektoren des Observatoriums in der argentinischen Pampa. Viele der Wissenschaftler und Gäste nahmen auch an der Parade zum Jubiläum der Stadt Malargüe teil. Das Treffen wurde mit einem feierlichen Akt auf dem Campus des Observatoriums fortgesetzt. Führende Mitglieder der Kollaboration, Vertreter von Förderorganisationen sowie lokale Politiker würdigten das Erreichte und gratulierten der Kollaboration nicht nur zu den wissenschaftlichen Erfolgen, sondern auch zur gesellschaftlichen Relevanz und Wirkung des Projekts in der Provinz Mendoza. Ein Höhepunkt der Zeremonie, die vom Sprecher der Kollaboration, Prof. Dr. Ralph Engel (KCETA/KIT), moderiert wurde, war die Verleihung des Titels "Honorable Senator" an das Pierre-Auger-Observatorium durch den Senat von Argentinien. Nach der Enthüllung einer Skulptur von Juan Pezzani, die die Rolle des Pierre-Auger-Observatoriums in Argentinien symbolisiert, schloss das Treffen mit einem Abendessen mit typisch argentinischem Grill und Wein.

Unter den hochrangigen Gästen befanden sich zahlreiche Vertreter der Trägerorganisationen, der beteiligten Universitäten und Institute sowie Mitglieder der argentinischen Bundes- und Provinzregierungen. Aus Deutschland nahmen Vertreter aller am Experiment beteiligten Gruppen an der Feier teil, d.h. von der RWTH Aachen, der Universität Hamburg, des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT), der Universität Siegen und der Bergischen Universität Wuppertal. Das KIT war vertreten durch den KIT-Vizepräsidenten für Forschung, Prof. Dr. Oliver Kraft, den Leiter des Bereichs V, Prof. Dr. Johannes Blümer, und den Leiter der DE Internationales, Dr. Klaus Rümmele.

Eine glänzende Zukunft
Aufgrund der bisherigen wissenschaftlichen Ergebnisse wird das Observatorium derzeit einem Upgrade ("AugerPrime") unterzogen, dessen Hauptziel es ist, die Sensitivität des Observatoriums gegenüber dem Teilchentyp und der Masse der ultra-hochenergetischen kosmischen Strahlung zu verbessern. Dies geschieht durch die Installation neuer Elektronik sowie zusätzlicher und komplementärer Detektoren, die eine bessere Trennung der Art des ankommenden Teilchens auf der Basis von einzelnen Ereignissen ermöglichen. Die hinzugefügten Beobachtungsdaten sind entscheidend für die Auswahl der Teilmenge der Teilchenkaskaden, die höchstwahrscheinlich durch leichtere primäre kosmische Strahlung erzeugt wurden, die wiederum der Schlüssel ist zur Identifizierung und Untersuchung der kosmischen Beschleuniger außerhalb unserer eigenen Galaxie. Generell werden die mit AugerPrime gesammelten Daten auch dazu verwendet, die fundamentale Teilchenphysik bei Energien zu erforschen, die über die an terrestrischen Beschleunigern zugänglichen Energien hinausgehen, und vielleicht die Beobachtung neuer physikalischer Phänomene ermöglichen.

www.auger.org

 

 

Oktober 2019 – Cosmic Revelation im Oppenauer 'Schlössle'

cosmic revelationIm Oktober 2019 wurde der Einzug der imachination labs in die neuen Räumlichkeiten in der 'Villa Baron von Oppenau' gefeiert. Um die Arbeit des Studios auch nach außen zu tragen, verwandelt Cosmic Revelation in den Abendstunden die beiden Türmchen in flackernde Lichtskulpturen. Bei dieser Kooperation mit Astroteilchenphysikern des KIT wird der Eintrag der unsichtbaren kosmischen Strahlung live vor Ort gemessen und in Licht umgesetzt. Die Installation ist aktuell an den Wochenenden in den Abendstunden zu sehen.

Mehr Infos auf imachination.net

Bericht auf baden online

 

 

 

11. - 13. September 2019 – Workshop der deutschen CMS-Gruppen am KIT

2019 09 CMS-Jahrestreffen.jpgCMS Collaboration

Vom 11. bis 13. September kamen 150 Physikerinnen und Physiker von deutschen Forschungseinrichtungen am Karlsruher Institut für Technologie (KIT) zu ihrem Jahrestreffen zusammen. Die Teilnehmer sind am Großexperiment CMS am europäischen Labor CERN bei Genf beteiligt oder führen theoretische Berechnungen dazu aus. Bei dem Workshop wurden die neuesten wissenschaftlichen Ergebnisse ausgetauscht und gemeinsame Strategien abgestimmt.

Mit dem CMS-Experiment am CERN werden die fundamentalen Bausteine der Natur und ihre Wechselwirkungen erforscht. Bisheriger Höhepunkt dieser Forschung war die Entdeckung des Higgs-Bosons im Jahr 2012. Physikerinnen und Physiker vom KIT, der RWTH Aachen, der Universität Hamburg, der Universität Münster und des Deutschen Elektronen-Synchrotrons DESY haben seit vielen Jahren wesentliche Beiträge zu diesem Großprojekt der Grundlagenforschung geleistet.

Der Workshop wurde von Vizepräsident Prof. Kraft eröffnet. Gäste waren unter anderem der wissenschaftliche Sprecher des CMS-Experiments, Prof. Roberto Carlin (Padua), Vertreter des Bundesministeriums für Bildung und Forschung, aber auch junge Studierende des deutschlandweiten „Netzwerk Teilchenwelt“.

„Der Workshop bietet unseren Teilnehmerinnen und Teilnehmern viele Möglichkeiten zur Vernetzung. Das ist besonders für junge Forscherinnen und Forscher wichtig, die ihre Master- oder Doktorarbeit schreiben,“ sagte Prof. Ulrich Husemann vom KIT-Institut für Experimentelle Teilchenphysik, der Leiter des Workshops.

Weitere Informationen: www.fsp104-cms.de

16. September 2019 – Neues Limit für die Neutrinomasse

KATRIN_spectrometer-inside_800px.jpg Foto: KIT/Beatrix von Puttkamer
Thierry Lasserre präsentiert das erste Ergebnis von KATRIN

In einem Kolloquium präsentierte die KATRIN Kollaboration am 16. September 2019 ihr neues Limit für die Neutrinomasse in der FTU am Campus Nord des KIT. Mit Vorträgen von Christian Weinheimer, Guido Drexlin, Kathrin Valerius, Susanne Mertens und Thierry Lasserre und einer Pressekonferenz wurden das überaus eindrucksvolle Ergebnis präsentiert, das alle Erwartungen weit übertroffen hat.

Scientific colloquium
Presseinformation des KIT
 

9. und 10. Oktober 2019 – International Days am KIT

international-days.jpg

am 9. und 10. Oktober finden die International Days am KIT statt – unter dem Motto „Karlsruhe und die Welt“. Auf dem Programm stehen Workshops, Vorträge, Auszeichnungen, eine Ausstellung und vieles mehr rund um die internationalen Aktivitäten des KIT und seiner Partner. Wir würden uns sehr freuen, wenn Sie sich das Datum und die Veranstaltung vormerken (Save the Date) und sich bald anmelden!

KCETA ist vertreten durch Vorträge von Prof. Guido Drexlin (9. Okotber 12:30 - 13:30 Uhr), Dr. Erik Bründermann (9. Oktober 16-17 Uhr) und Prof. Ralph Engel (10. Oktober, 10:15-11:15 Uhr)

Programm

31. Mai 2019 – "Cosmic Mirror"

Tim Otto Roth in Kollaboration mit KCETA in der Kunstausstellung "From the Rocket to the Moon"
Cosmic Mirror imachination projects
© imachination projects

Zum 50. Jubiläum der ersten bemannten Mondlandung zeigt die Galerie Parrotta Contemporary Art in Köln und Bonn die Ausstellung "From the Rocket to the Moon". In den gezeigten Werken treten vielfältige Aspekte und Assoziationen zutage, die das Thema "Rakete", "Mond", und "Weltall" spielerisch umkreisen und beleuchten. Dabei wird ein breites visuelles Spektrum eröffnet, welches das gesamte Universum – vom elementaren Teilchen bis hin zu den großräumigen Galaxien – erfasst.

Einen konkreten physikalischen Bezug zum Weltall stellt die Blitz- und Klangskulptur "Cosmic Mirror" (2008/2019) her, die Tim Otto Roth in Kollaboration mit dem KIT Centrum Elementarteilchen- und Astroteilchenphysik (KCETA) realisierte. Ein bis zwei Mal pro Sekunde entladen sich grell die Energien der kosmischen Strahlung, die aus den Tiefen des Universums beständig auf unseren Planeten einwirken, und somit sicht- und hörbar werden.


Sehen Sie unsere Video-Impressionen:


Galerie Köln 31.5. – 27.7.2019
Eröffnung: Freitag 31. Mai 2019, 18 – 21 Uhr

Galerie Burg Lede Bonn 1.6. – 27.7.2019
Eröffnung mit Sommerfest: Samstag 1. Juni 2019, 16 – 24 Uhr

Parrotta Contemporary Art
imachination projects

23. Januar 2019 – KIT im Rathaus: „Forschung an Superbeschleunigern“

KIT im Rathaus KIT

Am 23. Janaur 2019 präsentierte KCETA in der Reihe "KIT im Rathaus" wieder eine Veranstaltung für die Karlsruher Öffentlichkeit. Zum Thema „Forschung an Superbeschleunigern“ gab es eine Reihe von Vorträgen:

  • Prof. Dr. Marc Weber (Wissenschaftlicher Sprecher von KCETA)
    Das KIT-Zentrum für Elementarteilchen und Astroteilchenphysik stellt sich vor
     
  • Prof. Dr. Ralph Engel (Leiter des Instituts für Kernphysik, IKP; Wissenschaftlicher Sprecher des Pierre-Auger-Observatoriums in Argentinien)
    Kosmische Teilchenbeschleuniger der Superlative
     
  • Prof. Dr. Ulrich Husemann (Professor für Experimentelle Elementarteilchenphysik, ETP)
    Neues vom Large Hadron Collider (LHC)
     
  • Prof. Dr. Anke-Susanne Müller (Leiterin des Instituts für Beschleunigerphysik und Technologie; IBPT)
    Superbeschleuniger der Zukunft: Maschinen für Forschung und Gesellschaft


Außerdem Grußworte von Gabriele Luczak-Schwarz (Erste Bürgermeisterin der Stadt Karlsruhe) und KIT-Vizepräsident für Forschung Prof. Dr. Oliver Kraft.

Begleitend fand vom 21. bis zum 25. Januar 2019 eine Ausstellung im oberen Foyer des Rathauses statt. Neben vielen Postern waren dort Modelle des IceCube-Experiments, des KATRIN-Experiments, des CMS-Experiments, des Pierre-Auger-Observatoriums und des FLUTE-Experiments zu sehen.

Flyer zur Veranstaltung

KIT-im Rathaus – Impressionen

Prof. Dr. Marc Weber

Prof. Dr. Ralph Engel

Prof. Dr. Ulrich Husemann

Prof. Dr. Anke-Susanne Müller

Gabriele Luczak-Schwarz

Prof. Dr. Oliver Kraft