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Aktuelles

 

Offene Doktorandenstellen

Doctoral FellowIm Rahmen der KIT Graduiertenschule KSETA (Karlsruhe School of Elementary Particle and Astroparticle Physics) werden Doktorandenstellen für Themen des KCETA und der  Helmholtz-Allianz für Astroteilchenphysik angeboten. Wir freuen uns über Ihre Bewerbung!    Mehr Informationen hier.

 

11. Dezember 2017 – "Physics World Top Ten Breakthrough of 2017"

Congratulations to the Pierre Auger Collaboration for winning award of physicsworld.com
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Ever since the existence of cosmic rays with individual energies of several Joules was established in the 1960s, speculation has raged as to whether cosmic particles of mean energy of 2 Joules are created in our Milky Way or in distant extragalactic objects.

In a paper that was published in Science on 22 September 2017, the Pierre Auger Collaboration reported observations demonstrating that cosmic rays with energies a million times greater than that of the protons accelerated in the Large Hadron Collider come from much further away than from our own Galaxy.

Earlier this year the physics magazine physicsworld.com reported about that paper, which was now chosen to be included in the “Physics World Top Ten Breakthroughs of 2017”.

The Physics World Top Ten Breakthroughs of 2017 are awarded to research reported in physicsworld.com in 2017. The Top Ten are chosen by Physics World editors from a shortlist that is drawn-up based on popularity with our readers. The selection criteria are
•    fundamental importance of research
•    significant advance in knowledge
•    strong connection between theory and experiment, and
•    general interest to all physicists.
 
Read more on physicsworld.com

Original Press Release of KIT
Original article on auger.org
auger.org


14. November 2017 – Dr. Ralph Engel zum Sprecher des Pierre-Auger-Observatoriums gewählt

Dr. Ralph Engel
Dr. Ralph Engel

Beim Treffen der Mitglieder des Pierre-Auger-Observatoriums im November 2017 in Malargüe, Argentinien, wurde Dr. Ralph Engel als wissenschaftlicher Sprecher der internationalen Kollaboration, bestehend aus 89 Instituten in 17 Ländern, gewählt.

Ralph Engel ist Principal Investigator der Graduiertenschule KSETA und derzeit kommissarischer Leiter des Instituts für Kernphysik am KIT.

www.auger.org


Oktober 2017 – Nachwuchswissenschaftler-Preis für Dr. Teppei Kitahara

Teppei Kitahara
Dr. Teppei Kitahara

Dr. Teppei Kitahara, Postdoc am Institut für Kernphysik, hat den `Young Scientist Award 2018' der japanischen physikalischen Gesellschaft in der Kategorie `Theoretische Teilchenphysik' erhalten. In der Begründung werden drei Publikationen genannt, die er am KIT erstellt hat. Ihre Thematik ist die direkte CP-Verletzung im Zerfall von Kaonen in zwei Pionen.

CP-Verletzung bedeutet, dass fundamentale Naturkräfte anders auf Materie als auf Antimaterie wirken. Während die direkte CP-Verletzung im erwähnten Kaon-Zerfall schon vor fast 20 Jahren genau gemessen wurde, ist ihre theoretische Interpretation dank Fortschritten in computergestützten Rechenverfahren erst seit kurzem möglich. Teppei Kitahara und seine Mitarbeiter haben gezeigt, dass der Messwert, der von der Erwartung im Standardmodell abweicht, in supersymmetrischen Theorien erklärt werden kann. Der Forschungszweig der Supersymmetrie wurde 1973 von Prof. Julius Wess (Universität Karlsruhe) und Prof. Bruno Zumino (CERN) begründet.

http://www.jps.or.jp/english/file/12th_wakate2018.pdf
http://www.jps.or.jp/activities/awards/jusyosya/wakate2018.php


October 27, 2017 – New KCDC update NABOO 2.0

KCDC Spectrum
Quality of the energy reconstruction for simulated data

The updated version of KCDC release NABOO is available. For this new update NABOO 2.0 there were added CORSIKA simulations for six different High-Energy Hadronic Interaction Models from three model families (QGSjet-II-02 and QGSjet-II-04; EPOS-1.99 and EPOS-LHC ; SIBYLL-2.1 and SIBYLL-2.3), separately available for the three detector components KASCADE, GRANDE and CALORIMETER.

See https://kcdc.ikp.kit.edu/


22. September 2017 – Botschafter aus fernen Galaxien

Wissenschaftler der Pierre-Auger-Kollaboration weisen extragalaktische Herkunft hochenergetischer kosmischer Strahlung nach / Veröffentlichung in Science
Hochenergetische Kosmische Strahlung erreicht die Erde aus einer Vorzugsrichtung (rot), die aber nicht mit dem Zentrum unserer Milchstraße übereinstimmt. (© Pierre-Auger-Observatorium/KIT)
Hochenergetische Kosmische Strahlung erreicht die Erde aus einer Vorzugsrichtung (rot), die aber nicht mit dem Zentrum unserer Milchstraße übereinstimmt. (© Pierre-Auger-Observatorium/KIT)

Seit Anfang der 1960er Jahre weiß man von der Existenz hochenergetischer kosmischer Teilchen, die in die Erdatmosphäre eintreten. Seither rätselt die Wissenschaft, woher diese Teilchen kommen und welcher Prozess ihnen die hohe Energie verleiht. Die aktuelle Entdeckung am Pierre-Auger-Observatorium belegt jetzt erstmals einen extragalaktischen Ursprung dieser Teilchen. Über ihre Beobachtung berichten die Forscher der Pierre-Auger-Kollaboration in der jüngsten Ausgabe der Fachzeitschrift Science unter dem Titel „Observation of a Large-scale Anisotropy in the Arrival Directions of Cosmic Rays above 8×10^18 eV“.

Mehr als 400 Wissenschaftler aus 18 Ländern arbeiten in der Forschungs-Kollaboration zusammen. Wissenschaftler von KCETA sind sowohl wissenschaftlich als auch beim Project Office wesentlich am Pierre Auger-Observatorium beteiligt und waren federführend für den Aufbau der Fluoreszenzteleskope verantwortlich.


Presseinformation des KIT
Presseinformation der Pierre Auger Collaboration


11. September 2017 – deutsch-russische Forschergruppe erhält dreijährige Förderung

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Dr. Andreas Haungs

In der deutsch-russischen Forschungszusammenarbeit startet ein neues Förderinstrument. Die Helmholtz-Gemeinschaft und die Russian Science Foundation (RSF) haben für ihr Förderprogramm „Helmholtz-RSF Joint Research Groups“ die ersten sechs gemeinsamen Forschergruppen ausgewählt, darunter die "Karlsruhe-Russian Astroparticle Data Life Cycle Initiative".

In der Astroteilchenphysik müssen Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler ihre hochdetaillierten Beobachtungen untereinander austauschen können, um komplexe Prozesse im Universum zu untersuchen und besser zu verstehen. Ziel der Wissenschaftler der Lomonossov-Universität Moskau und derer von KCETA ist es, ein breites Spektrum an Daten hochenergetischer kosmischer Strahlung öffentlich zur Verfügung zu stellen. Die beteiligten Forscherinnen und Forscher werden zu diesem Zweck ein gemeinsames Datenportal zweier unabhängiger Observatorien aufbauen.
Ansprechpartner: Dr. Andreas Haungs, IKP und Prof. Achim Streit, SCC

Weitere Informationen


Juli 2017 – ICRC Poster Award 2017 geht an KCETA-Wissenschaftlerin Ewa Holt

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Ewa Holt

Auf der diesjährigen ICRC Konferenz in Busan, Korea, wurde neben Frank Schröder, der den "IUPAP Young Scientist Award 2017" erhielt auch die KCETA-Nachwuchswissenschaftlerin Ewa Holt ausgezeichnet. Sie erhielt einen "Best Poster Award of ICRC 2017". Drei herausragende Poster von insgesamt etwa 600 wurden ausgewählt. Herzlichen Glückwunsch!

Auf der International Cosmic Ray Conference (ICRC), die seit 1947 von der Commission C4 (Astroteilchenphysik) der International Union of Pure and Applied Physics (IUPAP) organisiert wird, treffen sich alle zwei Jahre Physiker aus der ganzen Welt, um Resultate ihrer Forschung im Bereich Astroteilchenphysik zu präsentieren.


SENSE – Ultimate Low Light-Level Sensor Development

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Das EU-Projekt SENSE koordiniert unter Beteiligung von KCETA-Wissenschaftlern die Forschung und Entwicklung in Hochschulen und in der Industrie im Bereich hochsensitiver Lichtsensoren (Low Light-Level Sensors) und wird im Rahmen der European Comission Future and Emerging Technologies Coordination and Support Action finanziert. Neben dem Karlsruher Institut für Technologie besteht das Projektkonsortium aus den Partnern Deutsches Elektronen Synchrotron, der Université de Genève und dem Max-Planck-Institut für Physik in München.

Gemeinsam mit einer Expertengruppe soll eine europäische F&E Roadmap für LLL-Sensoren entwickelt werden, die im Oktober '17 im Rahmen des LIGHT-Workshops vorgestellt wird.


Die Ziele des Projekts sind

  • eine Datenbank mit Lichtsensor-Spezifikationen und Laborgeräten, Prüfständen und Fachwissen in den verschiedenen Institutionen zu entwickeln,
  • den Fortschritt der Entwicklungen in Bezug auf die Roadmap zu überwachen und zu bewerten,
  • mit strategisch wichtigen europäischen Initiativen und Forschungsgruppen und Unternehmen weltweit in Verbindung zu treten,
  • F&E-Bemühungen von Forschungsgruppen und Industrie bei der Weiterentwicklung von LLL-Sensoren zu koordinieren,
  • ein Forum zu schaffen, um einen effizienten Austausch zwischen Forschern und Entwicklern zu ermöglichen, die an SENSE beteiligt sind,
  • die Bereitstellung von Materialien für Nachwuchswissenschaftler und andere,
  • eine Trainingseinheit zu gestalten, die in beliebigen Sommerschulen umgesetzt werden kann.


Weitere Informationen finden Sie auf der Projektwebsite.


Juli 2017 – IUPAP Young Scientist Award 2017 geht an KCETA-Forscher Frank Schröder

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Dr. Frank G. Schröder

Dr. Frank G. Schröder, Nachwuchswissenschaftler am KIT in der experimentellen Astroteilchenphysik, wurde von der IUPAP (International Union of Pure and Applied Physics) für seine außergewöhnlichen Beiträge zur Physik der kosmischen Strahlung, insbesondere zur Entwicklung der Radiodetektion hochenergetischer kosmischer Strahlung, mit dem angesehenen Young Scientist Award 2017 ausgezeichnet.

Der Preis wird auf der diesjährigen ICRC (International Cosmic Ray Conference) in Busan, Korea am 12. Juli 2017 überreicht.


July 2017 – High Energy Particle Physics Award for Robert Klanner

2016 KCETA Wess Awardee Klanner wins another prestigious prize
Prof. Robert Klanner
Prof. Robert Klanner

The 2017 High Energy and Particle Physics Prize, for an outstanding contribution to High Energy Physics, was awarded to Robert Klanner, together with Erik H.M. Heijne and Gerhard Lutz for their pioneering contributions to the development of silicon microstrip detectors that revolutionised high-precision tracking and vertexing in high energy physics experiments

The pioneering work was carried out by E. H. M. Heijne working at CERN, and R. Klanner and G. Lutz at the Max-Planck-Institute of Physics in Munich. Later R. Klanner took positions at Hamburg University and DESY. Robert Klanner has been an Emeritus Professor since 2010.

More information: https://eps-hepp.web.cern.ch/eps-hepp/index.php

Robert Klanner was awarded the KCETA Julius Wess Award 2016.

 

 


June 29, 2017 – Feature articles on KATRIN

Das KATRIN-Experiment
Das KATRIN-Experiment

In early summer 2017 two journalists visited our KATRIN experiment at KIT. Read here the result - two interesting feature articles in two major physics magazines:

"Weighing the universe's most elusive particle" by SCIENCE staff writer Adrian Cho

"Massive machine gears up to weigh nearly massless particles" by PHYSICS TODAY senior Editor Toni Feder


Juni 2017 – Infotafel zum KASCADE-Experiment

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KASCADE-Infotafel am Campus Nord

Rechtzeitig zum Tag der offenen Tür 2017 wurde eine Infotafel zum KASCADE- / KASCADE-Grande-Experiment an der südwestlichen Ecke des ehemaligen KASCADE-Detektorfeldes am Campus Nord installiert. Das Luftschauerexperiment KArlsruhe Shower Core and Array DEtector (KASCADE), an dem zahlreiche KCETA-Wissenschaftler beteiligt waren, untersuchte von Februar 1994 bis Januar 2013 sehr erfolgreich die Eigenschaften der kosmischen Strahlung. Die KASCADE-Messdaten sind im 'KASCADE Cosmic Ray Data Centre' (KCDC) öffentlich verfügbar.


3. Mai 2017 – Ein neues Herz für das CMS-Experiment

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KIT-Team beim Einbau des Silizum-Pixeldetektors: (v.l.n.r.) Erik Butz, Anita Weddigen, Christian Barth, Pia Steck. (Bild: E. Butz)
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Blick auf Teil des eingebauten Silizium-Pixeldetektors. Im Vordergrund das Strahlrohr des LHC

Der Teilchenbeschleuniger LHC am europäischen Teilchenphysiklabor CERN bei Genf hat wieder seinen Betrieb aufgenommen. Am CMS-Experiment wurde in der Winterpause ein neuer Silizium-Pixeldetektor eingebaut. Physiker, Ingenieure und Techniker vom Karlsruher Institut für Technologie (KIT) haben dazu an vielen Stellen wichtige Beiträge geleistet.

Wie kann man die Elementarteilchen „sehen“, die in den Teilchenkollisionen am LHC entstehen? Der erste Schritt dazu ist ein Silizium-Pixeldetektor, der nur wenige Zentimeter vom Kollisionspunkt entfernt betrieben wird und der die Spuren geladener Teilchen nachweist. Am CMS-Experiment, einem der riesigen Teilchendetektoren am LHC, wurde jetzt der Silizium-Pixeldetektor wie geplant durch eine neue und verbesserte Version ersetzt. Der neue Detektor ist leichter als sein Vorgänger, besitzt mit 124 Millionen Pixeln fast doppelt so viele Kanäle und ist mit leistungsfähigeren Auslesechips bestückt. Mit dem neuen Detektor ist das CMS-Experiment gut gerüstet für die erwartete Leistungssteigerung des LHC in den nächsten Jahren.

Der neue Detektor wurde von einem internationalen Team entwickelt und gebaut, an dem aus Deutschland das KIT sowie die RWTH Aachen, die Universität Hamburg und das DESY beteiligt sind. Am KIT wurden knapp 20 % des Detektors gebaut. KIT-Projektleiter Ulrich Husemann: „Wir haben in Karlsruhe erfolgreich eine Produktionsstraße für den Pixeldetektor aufgebaut und betrieben. Beim Detektorbau haben wir Wert auf höchste Qualität gelegt, und das hat sich ausgezahlt. Gleichzeitig haben wir bei unserem Projekt junge Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler und Studierende ausgebildet, die jetzt mit modernsten Methoden der Chipindustrie vertraut sind.“ Die Detektorteile wurden in Zusammenarbeit des Instituts für Experimentelle Kernphysik und des Instituts für Prozessdatenverarbeitung und Elektronik aufgebaut und auf Herz und Nieren getestet. Physiker und Technikerinnen des KIT waren außerdem beim Einbau des Detektors am CERN vertreten. Eine weitere Gruppe am KIT befasst sich derzeit mit der hochpräzisen Bestimmung der Ausrichtung des neuen Detektors, um die benötigte Messgenauigkeit zu erreichen. Nun blickt das KIT-Team gespannt auf die ersten Teilchenkollisionen im neuen Detektor.


9. März 2017 – Neues Netzwerk für Neutrinoforschung und Sensoren

KATRIN
Das KATRIN-Experiment auf dem Gelände des KIT

Teilchenforscher des KIT und der Universität Heidelberg bündeln ihre gemeinsamen Forschungsaktivitäten mit nationalen und internationalen Partnern im Netzwerk Neutrinomasse und unterzeichneten ein entsprechendes Memorandum of Understanding.

Neutrinos spielen eine wichtige Rolle bei der Untersuchung des Ursprungs der Materie und bei der Gestaltung der sichtbaren Strukturen im Kosmos. Ihre Masse, die über eine Milliarde Mal kleiner sein muss als die eines Wasserstoffatoms, ist ein wichtiger, aber noch ungenau bestimmter Parameter. Um diesen zu messen, entwickeln Forscher in Karlsruhe und Heidelberg zusammen mit ihren nationalen und internationalen Partnern extrem präzise Sensoren und Detektoren für teilchenphysikalische Experimente wie KATRIN und ECHo.

„Wir stellen nun die Weichen, damit Deutschland noch lange ein Mekka der Neutrinoforschung bleibt“, freut sich Guido Drexlin vom KIT, einer der beiden Sprecher von KATRIN – dem KArlsruhe TRItium Neutrino Experiment. „Die Technologien, die von KATRIN und ECHo entwickelt werden, werden von Relevanz sein für das ganze Forschungsfeld der Teilchenphysik.“
„Durch die Zusammenarbeit der Experimente aus Karlsruhe und Heidelberg erhöhen wir die Schlagkraft und internationale Sichtbarkeit“, unterstreicht Christian Enss von der Universität Heidelberg und Sprecher der DFG-Forschergruppe ECHo — dem Electron Capture Holmium Experiment.

Presseinformation des KIT


Julius Wess-Preis 2016

Prof. Robert Klanner, University of Hamburg und DESY, was chosen to receive the Julius Wess Award 2016.
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f.l.t.r.: Prof. Marc Weber, Prof. Thomas Müller, Dr. Irmgard Langbein, Prof. Robert Klanner, Prof. Rohini Godbole, Prof. Oliver Kraft
Prof. Robert Klanner
Prof. Robert Klanner
The first silicon strip detector, designed by R. Klanner in 1984, to find charmed hadrons and measure their lifetime with the NA32 experiment at CERN
The first silicon strip detector, designed by R. Klanner in 1984, to find charmed hadrons and measure their lifetime with the NA32 experiment at CERN

The presentation of the award took place on March 3rd, 2017. In a festive event Prof. Klanner received the award from Prof. Oliver Kraft (Vice President for Research, KIT), accompanied by a very appreciated talk by Prof. Rohini Godbole from the Indian Institute of Science, Bangelore ("Higgs-Boson and the Physics beyond the Standard Model"), an introduction to the KIT Center KCETA by Prof. Marc Weber (Scientific Spokesperson of KCETA) and the laudatio by Prof. Thomas Müller (KIT). After the presentation of the award Prof. Klanner gave a highly esteemed talk on "Silicon Detectors: From the early days to the LHC and XFEL". The Ensemble Claribel pleased the audience with musical contributions by Mozart, Paganini and Brahms.

With great pleasure we nominated Robert Klanner for the 2016 Julius Wess Award in recognition  of  his  fundamental  contributions  to  the  development  of  silicon  microstrip detectors,  in  particular  for  achieving  for  the  very  first  time  the  resolution  required  to reconstruct secondary vertices from the decay of heavy-flavoured hadrons. With this development Robert Klanner initiated the culture of flavor-tagging in particle physics. Robert Klanner (together with Gerhard Lutz and the late Josef Kemmer) worked in the early 1980s on the development of a Silicon strip detector using the planar process developed at the Semiconductor Laboratory of MPI Munich.

In the paper “A silicon counter telescope to study short-lived particles in high-energy hadronic interactions”, Nucl. Instrum. Meth. 205 (1983) 99, Klanner et al. describe for the first time a working detector with 5 μm spatial resolution as required for secondary vertex reconstruction. Soon after, in the paper “Silicon detectors with 5 micrometer spatial resolution for high- energy particles”, Nucl. Instrum. Meth. 217 (1983) 224, they showed the first reconstructed secondary vertices from charmed meson decays.

The work  was  the  founding  block  for  the rapid  development  of micro-structured silicon detectors in High Energy Physics, for secondary vertex tagging and nowadays also for large-area  tracking  detectors, in  particular  the  LHC detectors ATLAS and  CMS. Silicon tracking  detectors  are  present  in  any  modern  particle  physics  experiment.  Without  this detector type many major discoveries and important measurements would not have been possible, among them heavy quark physics at LEP, the discovery of CP-violation at the B- factories and the discovery of Bs  oscillations. One of the most important discoveries of the past 20 years, the top quark at the Tevatron, was only possible through the employment of secondary  vertex  tagging.  Also  for  the  future  of  High  Energy  Physics  this  kind  of instrumentation  will  remain  invaluable,  such  as  for  searches  for  new  particles  and  for studying the Higgs boson in the b decay channel. As such, silicon microstrip detectors revolutionized the field of experimental High Energy Physics to at least the same extent as the invention of multi-wire gaseous detectors by G. Charpak and F. Sauli in the late 1960s and 1970s.

Robert Klanner continued to work on silicon detector development with continuously strong impact on the field until today, including his studies on fundamental sensor properties like radiation effects, and helped pave the way to physics at the next generations of experiments.

Beyond his seminal work in instrumentation, Robert Klanner also held several very important management positions. He started his career in the early 70-ies and obtained his PhD in Nuclear Physics in Protvino, USSR. He then accepted a postdoc position and later an Assistant Professorship at the University of Illinois, Urbana, and joined the Max-Planck- Institute in Munich in 1975. In 1984 he moved to DESY to contribute to the construction of the HERA experiment ZEUS. Robert Klanner was spokesman of the Na11 experiment which discovered Open Charm in fixed-target events by means of silicon strip detectors. In 1996 he became  Professor  at  the  Universität  Hamburg.  From  1999  to  2005  he  served  as  the Research Director of DESY. For many years Robert Klanner was project leader of the ZEUS calorimeter, one of the most powerful and innovative hadron calorimeters at the time and a defining subdetector of the ZEUS experiment. He also served as the physics coordinator and spokesperson of ZEUS. Robert Klanner had been a long-term member of the Vorstand of the German Physical Society DPG and a co-editor of the scientific journal “Nuclear Instruments and Methods in Physics Research A”.

Presseinformation des KIT
Mehr Informationen über den Julius Wess-Preis


February 3, 2017 – New KCDC release NABOO 1.0

Logo KCDC

Since February 3rd, the new KCDC web portal NABOO is available. For this new release not only the amount of data was increased by a factor of more than 3, but also there was added a new detector component (GRANDE), and the whole DataShop backend was rebuilt. The DataShop is now organized as a plugin system, based on a newly written software package which will also be made available for public usage.

See https://kcdc.ikp.kit.edu/


19. Januar 2017 – Gustavo Romero ausgezeichnet als "Helmholtz International Fellow"

Prof. Gustavo Romero
KSETA-Dozent Prof. Gustavo Romero

In der jährlich stattfindenden zweiten Ausschreibungsrunde des „Helmholtz International Fellow Award“ haben im Jahr 2016 fünf herausragende internationale Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftler diese Auszeichnung erhalten, darunter KSETA-Dozent Gustavo Romero, Professor of Relativistic Astrophysics, Faculty of Astronomy and Geophysics, University of La Plata, Argentinien.

"Ich gratuliere den Preisträgern und freue mich auf die künftige Zusammenarbeit mit Ihnen", sagt Otmar D. Wiestler, der Präsident der Helmholtz-Gemeinschaft. "Dass wir uns international mit Spitzenforschern vernetzen, ist ein wichtiger Bestandteil unserer Strategie. Wir kooperieren weltweit mit herausragenden Partnern und Forschungseinrichtungen." Viele Preisträger des Helmholtz-International Fellow Award haben bereits eng mit Helmholtz-Zentren zusammengearbeitet.

Der Preis soll dazu beitragen, dass sich die Forscherinnen und Forscher noch intensiver mit der Helmholtz-Gemeinschaft vernetzen, bestehende Kooperationen bestärken oder neue initiieren. Neben dem Preisgeld in Höhe von 20.000 Euro erhalten sie eine Einladung zu einem flexiblen Forschungsaufenthalt an einem oder mehreren Helmholtz-Zentren. "Die Fellows sind darüber hinaus wichtige Botschafter", sagt Wiestler. "Sie können entscheidende Impulse für Kooperationen zwischen ihren Einrichtungen und der Helmholtz-Gemeinschaft geben."

Die Auswahl der Preisträger trifft das Helmholtz-Präsidium, nominiert werden die Kandidaten von den Helmholtz-Zentren – Gustavo Esteban Romero wurde durch das Karlsruher Institut für Technologie (KIT) nominiert.

Der geschätzte KSETA-Dozent wirkt auch im Doppelpromotionsprogramm DDAp der Fakultät für Physik des KIT und des Institute of Technology in Detection and Astrophysics (ITeDA) an der Universidad Nacional de San Martin (UNSAM) in Buenos Aires, Argentinien.


12. Dezember 2016 – Fünf Jahre AMS auf der Internationalen Raumstation

Der Aufbruch in eine neue Ära der Astroteilchenphysik
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Abb. 1: Das AMS Experiment auf der Internationalen Raumstation (Foto: NASA)
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Abb. 2: Das Verhältnis von Wasserstoff-Kernen (Protonen) zu Helium-Kernen in der kosmischen Strahlung in Abhängigkeit des Impulses der Kerne. Die Daten von AMS weichen deutlich von den Erwartungen ab. (Grafik: AMS Kollaboration)

Seit 5 Jahren umkreist das Alpha-Magnet-Spektrometer (AMS) jetzt in 400 km Höhe auf der Internationalen Raumstation (ISS) die Erde. Mit einer Bauzeit von 15 Jahren, Kosten von 1,5 Milliarden Dollar, einem instrumentierten Volumen von 60 m3 und einem Gewicht von 7 Tonnen ist es das größte Experiment zur Grundlagenforschung auf der Raumstation. Dieses einzigartige Messinstrument wurde mit dem letzten Flug des Space Shuttels Endavour 2011 vom Kennedy Space Center aus auf die Reise geschickt. Seit dem hat AMS 90 Milliarden geladene Teilchen aus der kosmischen Strahlung aufgezeichnet, bevor diese in der Erdatmosphäre absorbiert wurden. Dieser einzigartige Datensatz mit einer Messgenauigkeit auf dem Prozentniveau erlaubt uns Rückschlüsse auf die höchstenergetischen Prozesse in unserer Galaxie und liefert und damit auch Hinweise auf die Antworten zu den großen Fragen der modernen Physik.

Am 08. Dezember hat der Sprecher der AMS Kollaboration, der Nobelpreisträger Prof. Ting vom MIT die Ergebnisse am CERN zusammengefasst. In Deutschland sind Arbeitsgruppen der RWTH Aachen, des Karlsruher Instituts für Technologie und des Forschungszentrums Jülich beteiligt. Diese Aktivitäten werden von Prof. Schael, RWTH Aachen koordiniert und von der DLR gefördert.

Forschungszentrum Jülich und RWTH Aachen arbeiten im Rahmen der Jülich-Aachen Reserach Alliance (JARA) gemeinsam an dem Projekt. Für diese Gruppe werden die Analyseaktivitäten von Dr. H. Gast koordiniert, die Karlsruher Gruppe wird von Dr. I. Gebauer geleitet.

Die Ergebnisse von AMS halten viele Überraschungen für die Experten bereit. Sie zeigen deutlich, dass unser Verständnis der Erzeugung, der Beschleunigung und des Transportes der kosmischen Strahlung von den Quellen bis in unser Sonnensystem zum AMS Experiment unvollständig ist. Bisher ging man davon aus, dass diese Teilchen innerhalb unserer Galaxie in Supernovaexplosionen und schweren Sternen erzeugt und beschleunigt wurden. Die Präzision der Daten von AMS zeigt nun erstmals, in welche Richtung die bisherigen Modelle erweitert werden müssen (siehe Abbildung 2).

Ein sehr geringer Teil der kosmischen Strahlung besteht aus Anti-Materie Teilchen. Diese sind damit besonders empfindliche Proben für neue und unerwartete Prozesse. AMS beobachtet bei hohen Energien sowohl mehr Positronen als auch mehr Anti-Protonen als erwartet wurden. Die Wechselwirkungen von Dunklen Materie Teilchen in unserer Galaxie könnte beides erklären. Doch um sich dabei sicher zu sein, bräuchte es eine unabhängige Bestätigung dieser Interpretation mit anderen Ansätzen, wie z.B. der Nachweis der Produktion dieser Dunklen Materie Teilchen am LHC Beschleuniger am CERN in Genf.

Helium ist nach Wasserstoff das zweithäufigste Element im Universum. AMS hat in den letzten 5 Jahren 3.7 Milliarden Helium Ereignisse aufgezeichnet. Zu den großen offenen Fragen der Physik gehört die Frage, warum wir kein Anti-Helium im Universum beobachten. Wenn das Universum aus dem Nichts durch einen Urknall entstanden ist, muss am Anfang genauso viel Materie wie Antimaterie vorhanden gewesen sein. Deshalb hat AMS in seinen Daten auch nach Anti-Helium-Kernen gesucht. Die Beobachtung eines einzigen Anti-Helium Kerns in der kosmischen Strahlung würde bereits das gesamte Weltbild der modernen Physik grundlegend verändern.

So wie Herr Ting am CERN berichtet hat, beobachtet AMS einige Anti-Helium Kandidaten, deren Masse mit 3He verträglich ist. Allerdings ist die Rate dieser Ereignisse so niedrig, dass AMS bisher nur mit Hilfe von aufwändigen Computersimulationen die Frage untersuchen konnte, ob diese wenigen Ereignisse nicht auch auf andere Ursachen zurückgeführt werden können. Diese Rechnungen haben mehr als 10 Millionen Stunden Rechenzeit auf einem weltweiten Netzwerk von Großrechnern in Anspruch genommen. Der Löwenanteil mit mehr als 50% wurde dabei vom Rechenzentrum des Forschungszentrums Jülich übernommen. In diesen Simulationen findet sich keine Erklärung für die beobachteten Anti-Helium Kandidaten. Aber Computersimulationen sind immer nur eine Annäherung an die Wirklichkeit. Deshalb gehört es zu den Prioritäten der AMS Kollaboration Methoden zu entwickeln, um dieses Ergebnis alleine an Hand der eignen Messdaten zu verifizieren.

Die Präzision der AMS Daten hat viele wichtige neue Erkenntnisse geliefert und damit eine neue Ära in diesem Gebiet der Physik eingeläutet. Wie immer wenn Neuland in der Grundlagenforschung betreten wird, werfen die Ergebnisse auch Fragen auf, die erst durch die neuen Resultate möglich werden. AMS wird bis zum Ende der Lebensdauer der Internationalen Raumstation fortfahren, die kosmische Strahlung mit bisher unerreichter Präzision zu vermessen. Wir können auf die weiteren Erkenntnisse nur gespannt sein.


Ansprechpartner:

Professor Dr. Stefan Schael, RWTH Aachen
E-Mail: schaelPec1∂physik rwth-aachen de

Dr. Iris Gebauer, Karlsruher Institut für Technologie,
E-Mail: iris gebauerJtb3∂kit edu


October 31, 2016 – Cosmic-Ray Showers Reveal Muon Mystery

The Pierre Auger Observatory detects more muons from cosmic-ray showers than predicted by the most up-to-date particle-physics models.
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Detection of a hybrid event from a cosmic-ray shower in the Pierre Auger Observatory (APS/Carin Cain)

"The new results from Pierre Auger Observatory put the muon excess on a firmer basis by making a tight connection between the telescope measurements and the signal on the ground. This finding suggests that the best models of hadronic interactions are missing something. One possibility is that they do not account for a process that keeps more energy in the hadronic component; for example, a higher production of baryon-antibaryon pairs. Another option is that the physics of strong interactions changes at energies beyond those tested at the LHC."

Viewpoint: Cosmic-Ray Showers Reveal Muon Mystery
https://physics.aps.org/articles/v9/125

Cosmic-ray showers create more muons than expected
http://physicsworld.com/cws/article/news/2016/nov/03/cosmic-ray-showers-create-more-muons-than-expected

Muon surplus leaves physicists searching for answers
https://www.sciencenews.org/article/muon-surplus-leaves-physicists-searching-answers?tgt=nr

Related paper:
http://dx.doi.org/10.1103/PhysRevLett.117.192001
https://arxiv.org/abs/1610.08509


14. Oktober 2016 – Neutrinowaage KATRIN feiert "First Light"!

Groß-Experiment KATRIN erreicht nächsten Meilenstein: Erstmals durchfliegen Elektronen die komplette Anlage bis zum Detektor
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(v.l.n.r.) Prof. Kraft, Prof. Drexlin, Prof. Blümer, Prof. Otten, Prof. Robertson
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"First Light": Das Signal (Fotos: A. Chantelauze/KIT)

Als präziseste Waage der Welt soll KATRIN die genaue Masse des kleinsten Materie-Teilchens, des Neutrinos, bestimmen; ein Themengebiet, das im letzten Jahr mit dem Nobelpreis für Physik ausgezeichnet wurde. Ein wichtiger Schritt auf dem Weg zum Messbetrieb ist das "First Light", also wenn der Detektor zum ersten Mal Elektronen "sieht", die durch die gesamte 70 Meter lange Anlage geführt wurden.

Umlagert von zahlreichen Vertretern der Presse begannen um 15:30 Uhr die finalen Vorbereitungen der KATRIN-Anlage, mit einleitenden Worten durch Projektleiter Professor Guido Drexlin, Professor Oliver Kraft, Vizepräsident des KIT für Forschung, Professor Ernst Otten, Gründungsvater des Experiments, Professor Blümer, Bereichsleiter für Physik und Mathematik am KIT sowie Professor Hamish Robertson von der University of Washington.

Um 15.50 Uhr war es schließlich soweit, der feierliche gemeinsame Druck auf den "roten Knopf" startete die Elektronenquelle und lieferte unter großem Beifall das erhoffte Bildschirm-Signal des "First Light".

Neutrinos spielen eine wichtige Rolle bei der Untersuchung des Ursprungs der Materie und bei der Gestaltung der sichtbaren Strukturen im Kosmos. Ihre Masse, die über eine Milliarde Mal kleiner sein muss als die eines Wasserstoffatoms, ist ein wichtiger, aber noch ungenau bestimmter Parameter. Das internationale Experiment KATRIN wird die Neutrinomasse mit einer Genauigkeit eingrenzen, die mehr als eine ganze Größenordnung besser sein wird als bislang. Dazu werden ab Herbst 2017 Elektronen aus dem Beta-Zerfall von Tritium, in dem Neutrinos eine tragende Rolle spielen, exakt vermessen.

Auch wenn beim "First Light" das Instrument noch nicht seine volle Leistung bringt, ist dieser Augenblick für die Wissenschaftler und Ingenieure ein wichtiger Funktionstest. Die zahlreichen Systemteile und Komponenten von KATRIN werden erstmals zusammenspielen. Auf dem 70 Meter langen Weg eines Elektrons durch das gesamte Experiment liegen supraleitenden Magnete und Kältefallen, gasgefüllte Bereiche und Vakuum, Zonen mit Temperaturen unter 4 Kelvin und mit Raumtemperatur, deren Betrieb optimal aufeinander abgestimmt werden muss. Für das "First Light" wird noch eine schaltbare Elektronenquelle genutzt, die mittels einer UV-Lichtquelle geeignete Elektronen aus einer goldbeschichteten Edelstahlplatte schlägt, die nach einer Flugzeit von wenigen Millionstel Sekunden auf den Detektor treffen. Der Detektor aus Silizium-Halbleitermaterial besitzt einen Durchmesser von rund 125 Millimetern und beinhaltet 148 Pixel, die ähnlich einer Dartscheibe angeordnet sind und damit einen räumlichen "Blick" in die Welt von KATRIN ermöglichen.

Für die Bewältigung der Jahrhundertaufgabe "Messung der Neutrinomasse" haben die Forscher von KATRIN in den vergangenen Jahren zahlreiche wissenschaftliche Herausforderungen gelöst und technologisches Neuland betreten. So etwa eine Hochspannung von 18 600 Volt mit einer Genauigkeit von 0,01 Volt stabil zu halten. Oder die Erzeugung eines Ultrahochvakuums, welches dem auf der Mondoberfläche entspricht, in einem turnhallengroßen Weltrekord-Volumen von 1240 Kubikmetern. Rund 150 Wissenschaftler aus 6 Ländern und 18 namhaften Institutionen sind am KATRINExperiment beteiligt, dessen Budget 60 Millionen Euro umfasst.

Die Messung der Neutrinomasse im Tritium-Betrieb soll im Herbst 2017 beginnen. Erste interessante Ergebnisse zur Neutrinomasse werden bereits für Mitte 2018 erwartet. Dann wird die Mess-Empfindlichkeit von KATRIN bereits deutlich besser sein als die von allen anderen Tritiumzerfallsexperimenten der letzten 3 Dekaden zusammen. Die endgültige, geplante Sensitivität erreicht KATRIN aber erst nach 5 Kalenderjahren Messzeit.

"First Light" in der Presse:
SWR, ka-news, Baden-TV, KIT, Deutsche Welle, Zeit online, Physik Journal,
Fox News, The New York Times, The China Post


22. September 2016 – 4000 Tonnen KASCADE-Eisenplatten ziehen um zu FAIR

Die 900 Eisenplatten dienen in Zukunft als "Bremsklotz" für das FAIR-Experiment in Darmstadt
Verladung der Eisenplatten am KIT (Fotos: Jürgen Wochele, KIT)
Verladung der Eisenplatten am KIT (Fotos: Jürgen Wochele, KIT)
Verladung der Eisenplatten am KIT (Fotos: Jürgen Wochele, KIT)

Die Eisenplatten stammen vom Karlsruher Experiment KASCADE, das 30 Jahre lang am KIT bzw. seinen Vorgänger-Institutionen Erkenntnisse über kosmische Strahlung lieferte. Das Herzstück des Experiments, das Hadronenkalorimeter bestand aus mehreren Schichten unterschiedlich dicker Eisenplatten, zwischen denen Detektoren installiert wurden. Nach 30 Jahren erfolgreicher Messung wurde das Experiment in den vergangenen Jahren abgebaut.

Nun werden die Platten drei Wochen lang verladen und mit insgesamt 161 Sattelzug-Fahrten zu FAIR und GSI nach Darmstadt transportiert. Sie dienen in Zukunft bei einem der großen Experimente des neuen Teilchenbeschleunigers FAIR dazu, den Teil des Ionenstrahls, der für die Experimente nicht verwandt werden kann, abzubremsen und zu absorbieren.

Mehr Informationen zum Karsruher Experiment KASCADE (englisch)

Mehr Informationen zum FAIR-Experiment CBM (englisch)


James W. Cronin – Pionier der Physik und Nobelpreisträger, 1931-2016

Jim Cronin
James W. Cronin (© University of Chicago)

James W. Cronin, US-amerikanischer Physiker und Nobelpreisträger, verstarb am 25. August 2016 im Alter von 84 Jahren in Saint Paul, Minnesota, USA. Mit seinem Tod verlieren wir einen herausragenden, visionären Physiker mit scharfem Verstand und großem Enthusiasmus, aber auch einen besonderen, sehr geschätzten Menschen, der mit seinem freundlichen Wesen und seiner Begeisterung für Neues immer wieder andere zu Höchstleistungen motivieren konnte.

Den größten Teil seiner wissenschaftlichen Laufbahn verbrachte er – wie auch zu Letzt – an der Universität Chicago. Den Nobelpreis erhielt er gemeinsam mit Val Fitch 1980 für seine bahnbrechenden Arbeiten der Teilchenphysik zur Verletzung der CP-Symmetrie im Zerfall neutraler Kaonen. Nach vielen Jahren erfolgreicher Forschung in der Teilchenphysik (Hyperonen-Zerfall, Pion-Proton-Streuung, Erzeugung von Myonen, u. v. m) beschäftigte er sich später mit der Erforschung hochenergetischer kosmischer Strahlung und entwarf zusammen mit Alan Watson 1991 das Pierre-Auger-Observatorium in Malargüe, Argentinien.
Jim Cronin war nicht nur die treibende Kraft beim Bau des Observatoriums, sondern auch beim Aufbau der internationalen Kollaboration zu dessen Bau und Betrieb. Im Zuge dieser Aufbauarbeit hat er uns mehrfach in Karlsruhe besucht und um eine frühe Beteiligung der hiesigen Forscher geworben. Er hat einen großen Teil der Forschung in den beteiligten Instituten IKP, ETP (vormals IEKP) und IPE auf dieses Großexperiment gerichtet – daraus entstanden viel beachtete Beiträge von Karlsruher Wissenschaftlerinnen und Wissenschaftlern am Pierre-Auger-Observatorium und zur Physik der hochenergetischen kosmischen Strahlung. Einen beträchtlichen Teil der anerkannten Position in der Astroteilchenphysik verdankt das KIT dieser Interaktion mit Jim Cronin. Im Jahr 2011 erhielt er die Ehrendoktorwürde der KIT-Fakultät für Physik.

Mit Jim Cronin verliert nicht nur die Astroteilchenphysik, sondern auch das KIT einen außergewöhnlichen Wissenschaftler und großen Freund.

Johannes Blümer (Bereich 5), Ralph Engel (IKP), Thomas Müller (ETP), Marc Weber (IPE), Martin Wegener (KIT-Fakultät für Physik)

 

Die University of Chicago lädt die Kollegen von Professor James Cronin ein, mit seiner Familie, seinen Freunden und Kollegen Erinnerungen an seine großen Leistungen im Rahmen eines wissenschaftlichen Symposiums am Nachmittag des 30. September 2016 (Freitag) zu teilen. Am Morgen des 1. Oktober wird eine Gedenkfeier stattfinden, gefolgt von einem gemeinsamen Mittagessen.
Wenn Sie teilnehmen möchten kontaktieren Sie bitte
Angela V. Olinto (http://astro.uchicago.edu/people/angela-v-olinto.php).

Nachruf des Pierre-Auger-Observatoriums: https://www.auger.org/index.php/news/latest-news/james-w-cronin-founding-father-of-the-pierre-auger-observatory-1931-2016

Nachruf der University of Chicago: https://news.uchicago.edu/article/2016/08/27/james-w-cronin-nobel-laureate-and-pioneering-physicist-1931-2016


7. Mai 2016 – Aus dem Winterschlaf erwacht: der Teilchenbeschleuniger am CERN

LHC-Kollisionsereignis bei 13 TeV Schwerpunktsenergie, aufgezeichnet mit dem CMS-Detektor. Die invariante Masse des Di-Photon-Systems (die beiden langen grünen Balken stellen die beiden erzeugten Photonen dar) beträgt 750 GeV.
LHC-Kollisionsereignis aufgezeichnet mit dem CMS-Detektor. Dargestellt werden die Spuren der Teilchen, die bei der Kollision neu entstanden sind. Das Ereignis kann möglicherweise exotischer Natur sein.

Es "knallt" wieder im Large Hadron Collider (LHC) am CERN: Der weltgrößte Teilchenbeschleuniger geht in seine zweite Messphase bei höchsten Energien. In den vergangenen Monaten haben Wissenschaftler und Techniker den LHC darauf vorbereitet, an seiner Leistungsgrenze deutlich mehr Teilchen als bisher gegeneinander zu schießen und die riesigen Datenmengen besser zu verarbeiten. So wollen sie 2016 etwa sechsmal mehr Kollisionsereignisse bereitstellen als im vergangenen Jahr.

Mehr Informationen (pdf)


8.3.2016 – Delegation der Shanghai Jiao Tong University am KIT

Eine Delegation der Shanghai Jiao Tong University (SJTU) unter der Leitung ihres Präsidenten Prof. Dr. Zhang Jie besuchte das KIT
Quelle: INTL
Quelle: INTL

Nach dem erfolgreichen Workshop von KCETA an der SJTU im November 2015 freute es uns besonders, dass der Präsident der SJTU dem KIT am 8. März einen Gegenbesuch abstattete. Neben Gesprächen mit Vizepräsident Thomas Hirth, Bereichsleiter Johannes Blümer und Vertretern aus KCETA stand auch eine Besichtigung von KATRIN auf dem Programm.

Mehr Informationen

KCETA-Workshop an der SJTU


3.3.2016 – KCETA-Simulation analysiert kosmische Strahlen

Radioteleskop LOFAR misst kosmische Strahlung präziser als je zuvor – KCETA-Simulationscode CoREAS ist Basis, um Teilchen-Eigenschaften zu bestimmen
LOFAR
Luftschauer aus vielen Teilchen (Simulationen mit dem CORSIKA-Programm) treffen in dieser Bildmontage auf das Detektorfeld im Kern des Teleskops LOFAR im niederländischen Exloo. (© ASTRON/KIT/Radboud)

Wenn kosmische Strahlen auf die Erdatmosphäre treffen, erzeugen ihre hochenergetischen Primärteilchen einen Luftschauer aus Sekundärteilchen. Diese Teilchenkaskaden geben Aufschluss über die physikalischen Eigenschaften der Primärteilchen, deren Herkunft Astrophysiker seit Generationen beschäftigt. Messungen am weltweit größten Radioteleskop LOFAR (Low Frequency Array), an denen KCETA beteiligt ist, bringen neue Erkenntnisse zu Masse und möglichen Quellen der Partikel, wie die Zeitschrift "Nature" nun veröffentlicht. DOI: 10.1038/nature16976

"Nach zehn Jahren Forschung verstehen wir die Radiosignale dieser Teilchenkaskaden so gut, dass wir mit Hilfe detaillierter Messungen und deren Vergleich mit unserem Simulationscode auf die Eigenschaften der Primärteilchen rückschließen können", berichtet Tim Huege vom Institut für Kernphysik des KIT. Die jüngsten Ergebnisse weisen bei Energien von 1017 bis 1017,5 Elektronenvolt eine überraschend hohe Anzahl leichter Teilchen, Protonen und Heliumkerne nach. "Das wirft Fragen auf", sagt Huege, der auch Principal Investigator von KSETA in der Arbeitsgruppe Radiodetektion kosmischer Strahlung ist.

KIT-Pressemeldung

Meldung der Radboud University

Pressemeldung des Informationsdienstes der Wirtschaft

CORSIKA – An Airshower Simulation Program


13.10.2015 – Wechsel an der Spitze von KCETA

Wechsel an der Spitze von KCETA
v.l.n.r.: Prof. Weber, Prof. Löhe, Prof. Blümer

Der bisherige wissenschaftliche Sprecher, Prof. Johannes Blümer, hat ab 1. Oktober 2015 sein neues Amt als Leiter des Bereichs V übernommen. In der Folge dieses Wechsels wurde die Sprecherschaft von KCETA nachbesetzt. Prof. Ulrich Nierste, der bisher das Amt als stellvertretender Sprecher wahrgenommen hat, wird sich auf seine Aufgabe als wissenschaftlicher Sprecher der Graduiertenschule KSETA konzentrieren und die Vorbereitung auf die für 2016 erwartete Ausschreibung in einem Folgeprogramm zur Exzellenzinitiative vorbereiten. Deshalb stand auch die Position des stellvertretenden Sprechers zur Nachbesetzung an.
In seiner Sitzung am 13. Oktober 2015 hat das Lenkungsgremium von KCETA einen neuen wissenschaftlichen Sprecher und stellvertretenden Sprecher gewählt. Neuer wissenschaftlicher Sprecher ist ab sofort Prof. Marc Weber, stellvertretender Sprecher ist Prof. Dieter Zeppenfeld.


6.10.2015 – Nobelpreis für Julius Wess-Preisträger Takaaki Kajita

Prof. Takaaki Kajita, ICRR Tokyo
Prof. Takaaki Kajita, ICRR Tokyo

KCETA gratuliert Takaaki Kajita und Arthur McDonald zum Nobelpreis für Physik!

Takaaki Kajita wurde 2013 vom KIT mit dem Julius Wess-Preis ausgezeichnet. Mit diesem Preis hat das KIT-Zentrum KCETA seine herausragenden Beiträge zur Neutrino-Physik und insbesondere seine Entdeckung der Neutrino-Oszillationen mit dem Super-Kamiokande-Detektor gewürdigt. Diese Entdeckung begründet auch den Nobelpreis 2015. Im Jahr 2014 konnten die Promovierenden der Graduiertenschule KSETA dann Herrn Kajitas exzellente Preisträger-Vorlesungen am KIT erfahren und mit ihm in persönlichem Kontakt über Physik diskutieren.

Die Forschung von KCETA ist mehrfach mit der Entdeckung der beiden Nobelpreisträger verknüpft: Prof. Thomas Schwetz-Mangold betreibt theoretische Forschung zu Neutrino-Oszillationen und bestimmt die zugehörigen fundamentalen Parameter aus den Daten aller Experimente der Neutrinophysik. Während Kajita und McDonald gezeigt haben, dass Neutrinos Masse haben müssen, sind die Werte dieser Massen noch unbekannt. Dieser Frage geht das KCETA-Experiment KATRIN nach, dass im nächsten Jahr mit seinen Messungen beginnen wird. Viele frühere Mitarbeiter von Arthur McDonald sind heute Mitglieder der KATRIN-Kollaboration.

Pressemitteilung des Nobelpreiskomitees

KIT-Expertenmail zum Nobelpreis


30.9.2015 – Guido Altarelli (1941 - 2015)

Guido Altarelli (1941 - 2015)
Wess Preis-Verleihung 2011 an Guido Altarelli

Die Welt der Teilchenphysik ist tief betroffen durch den überraschenden Tod von Guido Altarelli am 30. September 2015. Sie verliert damit einen ihrer größten Wissenschaftler und führenden Theoretiker, der viele Jahre am CERN und weltweit gewirkt hat.

Schwerpunkt seiner Arbeit in der theoretischen Teilchenphysik war die Wechselwirkung von Teilchen innerhalb und jenseits des sogenannten Standard-Modells, mit dem Physiker Elementarteilchen und die zwischen ihnen auftretenden Kräfte beschreiben. Seine Arbeiten haben die Teilchenphysik stark beeinflusst, wofür ihm unter anderem Preise wie der Sakurai Preis (2012) und der EPS Preis (2015) verliehen wurden. Auch dem KIT war er auf besondere Weise verbunden: 2011 würdigte KCETA die Arbeit von Guido Altarelli mit dem Julius Wess Preis.

 Nachruf des CERN


8.9.2015 – Tritiumquelle für KATRIN angekommen

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Maßarbeit © KIT

25 Tonnen schwer, 16 Meter lang, 4 Meter hoch: Die Tritiumquelle des Großforschungsexperiments KATRIN am KIT angekommen. Sie ist die letzte Komponenete des KATRIN-Experiments am Campus Nord, das es ermöglichen wird, das Neutrino zu wiegen - das leichteste Materieteilchen des Universums. Der Anschluss der Tritiumquelle an die vorhandene Infrastruktur wird mit allen Tests etwa sechs Monate dauern: 48 Standfüße müssen auf Bruchteile von Millimetern genau platziert und 700 Sensoren getestet werden.

Berichte und Hintergrundinformationen:
SWR Landesschau Video
3sat Artikel und Video
KIT Video
 


27.7.2015 – Fördergelder des BMBF für Teilchenphysiker von KCETA

Teilchenspuren nach einer Proton-Proton-Kollision, bei der ein Higgs-Boson erzeugt wurde; aufgezeichnet durch den CMS-Detektor am Beschleuniger LHC des CERN. (Bild: © 2012 CERN / CMS Collaboration)
Teilchenspuren nach einer Proton-Proton-Kollision, bei der ein Higgs-Boson erzeugt wurde; aufgezeichnet durch den CMS-Detektor am Beschleuniger LHC des CERN. © 2012 CERN / CMS Collaboration

Die Teilchenphysiker von KCETA erhalten in der aktuellen Förderperiode rund 4,6 Millionen Euro für  ihre Forschung am europäischen Forschungszentrum CERN. Damit fördert das BMBF den laufenden Betrieb und die weitere  Entwicklungsarbeit am Detektor CMS, der zu der Entdeckung des Higgs-Bosons im Jahre 2012 beitrug. Bei KCETA arbeiten rund 70 Physiker und Physikerinnen in 8 Arbeitsgruppen an Betrieb, Fortentwicklung und der physikalischen Datenanalyse des CMS.

Presseinformation des KIT


23.7.2015 – Neues Buch zu den Ergebnissen des LHC in der ersten Run-Periode

The Large Hadron Collider - Harvest of Run 1
Das Neueste vom LHC – zusammengefasst in einem Buch

Die Ergebnisse der ersten Datennahme-Periode des Large-Hadron-Colliders (LHC) am CERN sind seit kurzem in einem Buch zusammengefasst, das mit starker Beteiligung von Wissenschaftlern von KCETA entstanden ist. 

Das Buch zeichnet ein übergreifendes Bild des aktuellen Stands der Physik an Hadron-Collidern und fasst die aktuellen Ergebnisse aus den Bereichen der Messungen zum Standard-Modell der Teilchenphysik, der Physik des Higgs-Bosons und des Top-Quarks, der Flavour-Physik sowie die Resultate der Suche nach Supersymmetrischen- und anderen Erweiterungen des Standard-Modells zusammen und schließt auch Ergebnisse aus der Analyse von Schwerionen-Kollisionen am LHC mit ein. 

An vier der insgesamt elf Kapitel des Buches haben Experten des KIT mitgeschrieben: Matthias Mozer (Electroweak Standard Model), Klaus Rabbertz (Studies of Quantum Chromodynamics at the LHC), Günter Quast (Higgs-Boson Physics) und Ulrich Nierste (Quark-Flavour Physics).

Das Buch richtet sich insbesondere an Physiker aus anderen Fachgebieten sowie an fortgeschrittene Studierende. Es ist im Springer Verlag erschienen und im Buchhandel als e-Book, Paperback oder Hardcover erhältlich. Mitarbeiter des KIT können es unter folgendem Link als e-Book herunterladen: The Large Hadron Collider - Harvest of Run 1


16.4.2015 – Iris Gebauer über den AMS-02-Detektor an Bord der ISS

AMS
© Welt der Physik

...heute schon geforscht? Der Podcast von Welt der Physik

Iris Gebauer vom KIT spricht über das Experiment im Weltraum, mit dem Wissenschaftler seit einigen Jahren die Eigenschaften der kosmischen Strahlung untersuchen.

Zum Podcast (Scrollen bis Folge 183)


16.4.2015 – Das KATRIN-Experiment und Guido Drexlin – vielbeachtet in den Medien

Das KATRIN-Experiment
Das KATRIN-Experiment
Guido Drexlin
Prof. Guido Drexlin (Foto: Karsten Schöne/Bild der Wissenschaft)

Die Zeitschrift "Bild der Wissenschaft" zeichnet ein Portrait des Wissenschaftlers und des KATRIN Experiments.
"Was macht eigentlich Astroteilchenphysiker Guido Drexlin?"

 

Zum 300. Stadtgeburtstag von Karlsruhe wurden per Video-Interview 300 Karlsruher über ihr Leben und Arbeiten in Karlsruhe befragt, darunter auch Professor Guido Drexlin.
Hier geht's zum Interview.

 

"Sie kommen von der Sonne und anderen Sternen, Billionen von ihnen rauschen jede Sekunde durch unseren Körper: Neutrinos sind die am wenigsten erforschten Teilchen."
Auch N24 und Die Welt berichten über die Neutrinoforschung.

 


17.3.2015 Bereit für die zweite Laufzeit – die Detektoren am LHC

Upgrade
Alles auf Start beim LHC

Mehr als zwei Jahre stand der LHC still. Diese Zeit nutzten die Teams von ATLAS und CMS, um die beiden großen Experimente am Large Hadron Collider auf den bevorstehenden Betrieb mit höheren Protonenenergien und Kollisionsraten vorzubereiten.

In der "Welt der Physik" schreibt KSETA-PI Frank Hartmann über die Vorbereitungen auf den kommenden "Run". Er ist Projekt­manager des Silizium­spur­detektors bei CMS und für den reibungs­losen Betrieb, die Wartung und die Upgrades des Pixel- und Streifen­detektors verantwortlich.

Zum Artikel


3.3.2015 PARTICLE FEVER – Die Jagd nach dem Higgs

Particle Fever

Die deutsche Film- und Medienbewertung hat dem Dokumentarfilm „PARTICLE FEVER – Die Jagd nach dem Higgs" das PRÄDIKAT „BESONDERS wertvoll“ verliehen.

Aus der Begründung der Jury: "Das sensationelle Ereignis, auf das alles in diesem Film zustrebt und für das jahrzehntelang die größte Maschine der Menschheitsgeschichte gebaut wurde: Internationale Physiker möchten das „Higgs“ finden, genannt auch „Gottesteilchen“, das aller Materie ihre Masse verleiht. Die Aufnahmen vom Teilchenbeschleuniger des wissenschaftlichen Großprojekts CERN sind überwältigend. Hochkomplexe Themen und Theorien müssen dem Zuschauer nah gebracht werden, und es ist erstaunlich, wie verständlich der Film dennoch auch für wissenschaftliche Laien ist. Hier wird über den Ursprung des Universums und die Grundfragen der Existenz gesprochen."

http://www.kinoreal.de/particle-fever-die-jagd-nach-dem-higgs.html
Trailer: https://vimeo.com/111612603


Outstanding Referees Program 2015

Congratulations to Margarete Muehlleitner (KIT) and all laureates for having been awarded Outstanding Referees of the APS Journals!

The Outstanding Referee program was instituted in 2008 to recognize scientists who have been exceptionally helpful in assessing manuscripts for publication in the APS journals. By means of the program, APS expresses its appreciation to all referees, whose efforts in peer review not only keep the standards of the journals at a high level, but in many cases also help authors to improve the quality and readability of their articles – even those that are not published by APS.

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27.01.2015 – HELMHOLTZ extrem: Die feinste Waage der Welt

Helmholtz extrem
Die feinste Waage der Welt

Forschung kann stinken und kleben. Manche wissenschaftlichen Arbeitsplätze befindet sich in 400 Meter Tiefe oder werden nicht wärmer als -20 Grad Celsius. In der Rubrik HELMHOLTZ extrem zeigt die Helmholtz-Gemeinschaft außergewöhnliche und faszinierende Forschungsprojekte, Orte und wissenschaftliche Phänomene. Diesmal:

Die feinste Waage der Welt


19.12.2014 – Grundgesetzänderung im Bildungsbereich

KATRIN am KIT
KATRIN am KIT

Das Kooperationsverbot von Bund und Ländern für die Wissenschaft ist abgeschafft

Die Vertreter der Bundesländer im Bundesrat stimmten endgültig einer Änderung des Grundgesetzes zu und räumten den Weg frei, damit Bund und Länder bei den Hochschulen wieder dauerhaft zusammenarbeiten dürfen.
Die TAZ erläutert am Beispiel des Großexperiments KATRIN, was das bringt. Mehr ...


22.9.2014 – Neue Erkenntnisse zur kosmischen Strahlung

Der Detektor AMS (Alpha-Magnet-Spektrometer) auf der Internationalen Raumstation ISS
Der Detektor AMS (Alpha-Magnet-Spektrometer) auf der Internationalen Raumstation ISS. Mit diesem Teilchendetektor erforschen Wissenschaftler Ursprung und Natur der kosmischen Strahlung. (Foto: NASA)

Young Investigator Group des KIT trägt maßgeblich zum AMS-Experiment auf der Internationalen Raumstation ISS bei

Die neuesten Ergebnisse der Messung hochenergetischer Teilchen mit dem Detektor AMS auf der Internationalen Raumstation ISS vertiefen das Verständnis des Ursprungs und der Natur der kosmischen Strahlung.

An dem Experiment ist eine Nachwuchsgruppe des Karlsruher Instituts für Technologie (KIT) unter Leitung von Dr. Iris Gebauer maßgeblich beteiligt: Sie wirkte federführend bei der Messung des Gesamtflusses von Elektronen und Positronen mit.

Der Sprecher des AMS-Projekts, Professor Samuel C. C. Ting, stellte die Ergebnisse nun am Forschungszentrum CERN vor.

Forscher des Instituts für Experimentelle Kernphysik (IEKP) des KIT wirkten unter Leitung von Professor Wim de Boer bei der Entwicklung und Konstruktion mehrerer Komponenten des Detektors AMS mit. Zur Analyse der Daten richtete das KIT 2011 die Young Investigator Group (YIG) "Cosmic Ray Transport Models for Dark Matter Searches with AMS-02" unter der Leitung von Dr. Iris Gebauer ein. Die YIG hat die Messung des Gesamtflusses von Elektronen – negativ geladenen Elementarteilchen – und Positronen – Antiteilchen der Elektronen mit entgegengesetzter Ladung – federführend vorgenommen.

Vollständige Pressemitteilung des KIT.


Workshop: Flavorful Ways to New Physics, Oct 28 - 31 2014

Workshop Poster
Workshop Poster

The Young Scientists Workshop "Flavorful Ways to New Physics" will be held on Oct 28 – 31, 2014 near Freudenstadt in the Black Forest, 85 km away from Karlsruhe, Germany.

The workshop is intended to give PhD students and young postdocs a broad overview on the different topics of flavor physics. We are proud to announce the following confirmed invited keynote speakers:

A. J. Buras (Munich): Quark Flavor
M. Gersabeck (Manchester): Charm Physics at LHCb
P. Krizan (Ljubljana): Belle and Belle II
M. Beneke (Munich): QCD Factorization
G. Perez (CERN/Rehovot): New Physics Models
TBA: Lepton Flavor

These six lectures provide overviews of the main topics and are accompanied by talks of young scientists presenting their recent research. Furthermore, the informal atmosphere will lead to the opportunity of many discussions between the experienced researchers and the young scientists.

We cordially invite you to participate and register at http://indico.scc.kit.edu/indico/event/flavor where you also can find additional information.

Every participant who would like to present his own work in the area of flavor physics and related topics is invited to submit an abstract via the Indico page. The abstract can be submitted after the registration, by Sep 12 at the latest. 


July 2014: CMS closes major chapter of Higgs measurements

The data reveal that the particle discovered at CERN continues to behave just like the Standard Model predicts
Compatibility of Higgs boson couplings to vector bosons (V) and fermions (f) with the standard model expectation (diamond).
Compatibility of Higgs boson couplings to vector bosons (V) and fermions (f) with the standard model expectation (diamond).

Since the discovery of a Higgs boson by the CMS and ATLAS Collaborations in 2012, physicists at the LHC have been making intense efforts to measure this new particle’s properties. The Standard Model Higgs boson is the particle associated with an all-pervading field that is believed to impart mass to fundamental particles via the Brout-Englert-Higgs mechanism. Awaited for decades, the 2012 observation was a historical milestone for the LHC and led to the award of the 2013 Nobel Prize in Physics to Peter Higgs and François Englert. An open question arising from the discovery is whether the new particle is the one of the Standard Model -- or a different one, perhaps just one of many types of Higgs bosons waiting to be found. Since the particle’s discovery, physicists at the LHC have been making intense efforts to answer this question.

This week, at the 37th International Conference on High Energy Physics , a bi-annual major stage for particle physics, which in 2014 is held in Valencia, Spain, the CMS Collaboration is presenting a broad set of results from new studies of the Higgs boson. The new results are based on the full Run 1 data from pp collisions at centre-of-mass energies of 7 and 8 TeV. The analysis includes the final calibration and alignment constants and contains about 25 fb-1 of data. 

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KCETA Symposium 2014 am 25. Juli 2014

KIT, FTU Campus Nord
KIT, FTU Campus Nord

Das KCETA Symposium 2014 gab in der Aula des Fortbildungszentrums für Technik und Umwelt (FTU) am KIT Campus Nord einen Überblick über die Aktivitäten des KIT-Zentrums Elementarteilchen- und Astroteilchenphysik.

Alle KCETA Mitarbeiter, Sekretärinnen, Techniker, wissenschaftliche Mitarbeiter und Professoren, waren herzlich eingeladen: auf einem für alle verständlichen Niveau wurde von wissenschaftlichen Höhepunkten und der Entdeckung des Higgs Bosons berichtet sowie Ergebnisse des KASCADE Experiments und die Suche nach Dunkler Materie dargestellt. Danach klang die Veranstaltung mit einem gemeinsamen Essen aus.

Weitere Details zum Programm auf der Veranstaltungsseite.


KSETA lectures by Prof. T. Kajita, July 10 + 11, 2014

Prof. T. Kajita
Prof. T. Kajita

Prof. Takaaki Kajita (ICRR Tokyo), Julius Wess Awardee 2014, will give two lectures on the studies of atmospheric neutrinos on July 10 + 11, 2014 at KIT. The lectures will take place at KIT campus south Gaede lecture hall each day from 9:45 – 11:15 h. The lectures will be followed by informal discussion sessions in the afternoons from 13:30 – 15:00 h.

The first lecture will cover a review of the studies of atmospheric neutrinos until the discovery of atmospheric neutrino oscillations in 1998. On the second day Prof. Kajita will present various studies of atmospheric neutrinos that have been carried out so far and will discuss future investigations. 

Please find more information here.

Registration is required: http://indico.scc.kit.edu/indico/event/kajita-lectures .


DKV-Studienpreis 2013 an Carolin Heidt

DKV-Studienpreisverleihung 2013
DKV-Studienpreisverleihung 2013

Herzlichen Glückwunsch an Carolin Heidt, die vom Deutschen Kälte- und Klimatechnischen Verein (DKV) im Rahmen der DKV-Tagung 2013 in Hannover mit dem DKV-Studienpreis für ihre Diplomarbeit am ITEP ausgezeichnet wurde.


Neue Internetplattform "Kascade" – Cosmic Ray Data Centre (KCDC)

KASCADE-Grande Experiment am KIT
KASCADE-Grande Experiment am KIT

Was sind Luftschauer und was verraten sie über unseren Kosmos? Antworten für Schüler und Lehrer ebenso wie für Forscher bietet die neue Internetplattform KASCADE Cosmic Ray Data Centre (KCDC). Im Großforschungsprojekt KASCADE haben KIT-Wissenschaftler über 20 Jahre hinweg Daten aus dem Weltall gesammelt, die sie nun der Öffentlichkeit frei zugänglich machen. 

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Julius Wess-Preis 2013

Julius Wess-Preis Verleihung am 19. Dezember 2013
Julius Wess-Preis Verleihung am 19. Dezember 2013

Der Julius Wess-Preis 2013 wurde Takaaki Kajita (ICRR Tokio) für seine herausragenden Verdienste in der Neutrinophysik, insbesondere für die Entdeckung der Neutrinooszillationen mit dem Super-Kamiokande-Detektor verliehen.

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TOP 2013 in Durbach

TOP 2013 in Durbach, Germany
TOP 2013 in Durbach
TOP 2013 in Durbach, Germany
Teilnehmer beim TOP 2013

Das Top-Quark, das schwerste bekannte Elementarteilchen, stand im Mittelpunkt der TOP 2013-Konferenz, die vom 14. bis 19. September 2013 in Durbach bei Offenburg stattfand. Die Konferenz bot den 125 Teilnehmerinnen und Teilnehmern aus aller Welt die Gelegenheit, die neuesten theoretischen und experimentellen Resultate zur Physik des Top-Quarks auszutauschen und neue Ideen für dieses Forschungsgebiet zu diskutieren. In einer Fragestunde konnten junge Konferenzteilnehmer mit Top-Expertinnen und -Experten im lockeren Rahmen ins Gespräch kommen. Das Konferenzprogramm wurde durch eine Postersitzung im Schloss Staufenberg und einen Ausflug nach Strasbourg abgerundet.

Die TOP 2013-Konferenz wurde gemeinsam von KIT, DESY und der Universität Hamburg organisiert und u.a. durch die DFG und das KIT-Zentrum für Elementarteilchen- und Astroteilchenphysik (KCETA) unterstützt.


22.07.2013 - Neue Messung der Kopplungskonstanten der starken Wechselwirkung

Vergleich von Messungen der starken Kopplungskonstanten verschiedener Experimente bei unterschiedlichen Energieskalen
Vergleich von Messungen der starken Kopplungskonstanten verschiedener Experimente bei unterschiedlichen Energieskalen. Alle Ergebnisse jenseits von 400 GeV stammen aus den neuen Messung von CMS. (Bild: CMS- Kollaboration)

Wissenschaftler des CMS-Experiments am Large Hadron Collider (LHC) in Genf gaben passend zur Konferenz der European Physical Society in Stockholm ein neues Ergebnis zur Messung der Kopplungskonstanten der starken Wechselwirkung bekannt.

 

Bedingt durch Quantenkorrekturen wird die starke Kraft, die für den Zusammenhalt der Protonen und Neutronen im Atomkern sorgt, bei hohen Energien immer schwächer. Dieses seit lan­gem auch experimentell beobachtete Verhalten konnte nun erstmals bei den höchsten am LHC überprüft werden.

 

Wissenschaftler von KCETA beschäftigen sich seit langem mit die­ser Thematik und waren maßgeblich an den neuen Messungen beteiligt. Der Abfall der Stärke der Wechselwirkung lässt sich im Standard-Modell der Teilchenphysik genau vor­hersagen. Abweichungen von den Erwartungen wären ein Hinweis auf neue, stark wech­selwirkende Teichen. Die neuen Messungen von CMS bestätigen den erwarteten Verlauf und sind mit Messungen bei niedrigeren Energieskalen innerhalb der Fehler konsistent.


19/07/2013 - Editor's Pick of Journal of Physics G

Simulated trajectory of a single trapped electron with start energy E = 1000 eV
Simulated trajectory of a single trapped electron with start energy E= 1000 eV.
Cover of the August issue of the Journal of Physics G
Cover of the August issue of the Journal of Physics G.

The article "Validation of a model for Radon-induced background processes in electrostatic spectrometers" for the KATRIN experiment of freshly-graduated-of-today Dr. Nancy Wandkowsky is June 2013 'Publisher's pick ' of the Journal of Physics G. One of the picture of this paper (top picture on left) even made the cover of the August issue  (bottom picture on left).

 

Read the article  on the website of the Journal of Physics G,
see also arXiv:1304.1379 

 


18.06.2013 - Mögliche neue Materieform: Physiker entdecken mysteriöses Teilchen

Es ist viermal so schwer wie ein Proton, sehr kurzlebig und elektrisch geladen: Ein parallel an zwei Beschleunigern nachgewiesenes Teilchen lässt Forscher rätseln. Es heißt Z(3900) und könnte aus vier Quarks bestehen - das wäre ein Novum.
belle
KEK High Energy Accelerator Research Organization
belle
KEK High Energy Accelerator Research Organization

Wenn es um die Jagd nach unbekannten Teilchen geht, denken die meisten zuallererst ans Cern. Am Kernforschungszentrum in Genf wurde zum Beispiel 2012 das lange gesuchte Higgs-Boson  nachgewiesen. Doch spektakuläre Entdeckungen gelingen auch mit deutlich kleineren Beschleunigern, wie das rätselhafte Partikel mit dem Namen Z(3900) beweist.

Das bislang unbekannte Teilchen wurde sowohl beim Belle-Experiment  in Japan als auch am Beijing Spectrometer III  in China nachgewiesen. In beiden Fällen handelt es sich um Beschleuniger, in denen Elektronen mit ihren Antiteilchen, den Positronen, kollidieren. In den Zerfallsprodukten konnten die Wissenschaftler das Teilchen nachweisen, über ihre Entdeckung berichten beide Forschergruppen nun im Fachblatt "Physical Review Letters"  ( Paper I , Paper II ).

"Zufällig arbeiten einige Wissenschaftler an beiden Beschleunigern, so hatte man die Gelegenheit, die Entdeckung gleich zu überprüfen", sagt Sören Lange von der Universität Gießen. Er ist seit 15 Jahren am Belle-Experiment beteiligt und hat teilweise am japanischen Forschungszentrum für Teilchenphysik (KEK) nordöstlich von Tokio gearbeitet.

"Wir haben ein wunderschönes Signal", berichtet Lange im Gespräch mit SPIEGEL ONLINE. Es gebe keine Zweifel, weil das Teilchen unabhängig voneinander an zwei Beschleunigern detektiert wurde. Die Physiker haben ihr Fundstück Z(3900) genannt, wobei 3900 für 3900 Megaelektronenvolt steht, also die Masse des Teilchens.

Z(3900) ist damit etwa viermal so schwer wie ein Proton. Es kann positiv oder negativ geladen sein und hat eine sehr kurze Lebensdauer, die schätzungsweise im Bereich von 10-23Sekunden oder weniger liegt.

Offensichtlich handelt es sich bei Z(3900) um eine bislang unbekannte Materieform. Das Standardmodell der Teilchenphysik liefert keine unmittelbar schlüssige Erklärung. Theoretiker haben aber bereits verschiedene Erklärungsansätze entwickelt. Einer besagt, dass das Teilchen aus vier Quarks zusammengesetzt sein könnte.

Das wäre ein Novum: Bisher kennen Physiker nur Partikel, die aus zwei oder aus drei Quarks bestehen. Laut Standardmodell gibt es sechs verschiedene Quarks (Up, Down, Charm, Strange, Top, Bottom). Ein Baryon wie beispielsweise das Proton ist aus drei Quarks zusammengesetzt. Mesonen hingegen wie das Pion oder das Kaon bestehen aus zwei Quarks. Partikel aus vier Quarks sind bislang unbekannt, aber keinesfalls ausgeschlossen.

"Die bisherige Erfahrung lehrt uns, dass Teilchen aus vier Quarks nicht existieren", sagt Eric Swanson von der University of Pittsburgh. Aber die Situation könnte sich mit der neuen Entdeckung geändert haben. "Die Daten erlauben auch andere Interpretationen", betont Swanson, es zeige sich aber, wie wenig man bislang über Quarks wisse.

 Statt aus vier Quarks wäre Z(3900) auch als sogenanntes Hadron-Molekül vorstellbar. Es würde dann aus zwei Teilchen mit je zwei Quarks bestehen. "Jeder Forscher hat da seine Präferenz", sagt der Gießener Forscher Lange. "Ich glaube, dass es am ehesten ein solches Molekül sein könnte, da die Bindungsenergie so gering zu sein scheint."

Die Entdeckung war ein aufwendiges Puzzlespiel. Millionen von Zerfällen wurden an den Beschleunigern in China und Japan registriert. Zusammen genommen nur 466-mal wurden dabei Events erfasst, bei denen es sich um Z(3900) handelte. Die Auswertung der Messdaten dauerte so lange, dass die Forscher die Entdeckung des neuen Teilchens erst knapp drei Jahre nach Beendigung des Bell-Experiments in Japan verkünden konnten. Der Beschleuniger in Tsukuba, 60 Kilometer nordöstlich von Tokio, wird derzeit technisch aufgerüstet, um 2015 als Belle-2 neu zu starten.

Wie so oft in der Wissenschaft spielte auch bei Z(3900) der Zufall eine Rolle. Ursprünglich wollten die Forscher das mysteriöse Teilchen mit dem Namen Y(4260) genauer untersuchen, das bereits 2005 beim BaBar-Experiment in Kalifornien gefunden worden war. Bei der Auswertung der Zerfallsdaten stießen die Wissenschaftler dann auf Z(3900).

In Verbindung stehende Nachrichten: Spiegel Nachrichten

Wissenschaftliche Artikel: Phys. Rev. Lett. 110, 252001 (2013)  (arXiv ), Phys. Rev. Lett. 110, 252002 (2013)  (arXiv )


11.06.2013 - Prof. Dr. Blümer erhält Ehrendoktorwürde der Universidad Nacional de San Martin (UNSAM)

Johannes Blümer
Rektor Carlos Ruta verleiht Prof. Dr. Blümer den Ehrendoktortitel der UNSAM (Foto: Pablo Carrera Oser)
Johannes Blümer
Prof. Dr. Blümer während der Zeremonie (Foto: Pablo Carrera Oser)

Der deutsche Astroteilchenphysiker Prof. Dr. Johannes Blümer, Mitglied des Pierre Auger Observatoriums und wissenschaftlicher Sprecher des KIT Centrums Elementarteilchen- und Astroteilchenphysik (KCETA), erhält die Ehrendoktorwürde der Universidad Nacional de San Martín (UNSAM), die ihm vom Rektor Prof. Carlos Ruta in einer Zeremonie in Buenos Aires, Argentinien, verliehen wurde.

 

Deutsche und argentinische Wissenschaftler, akademische Persönlichkeiten, Professoren und Studenten kamen zusammen, um Johannes Blümer zu feiern, der mit dem höchsten Ehrentitel der UNSAM "für seine herausragende Leistung und sein Engagement bei der Entwicklung der Astroteilchenphysik in Argentinien, seine Unterstützung von großen gemeinsamen Projekten und der Ausbildung von internationalen Nachwuchswissenschaftlern“ ausgezeichnet wurde.

 

Prof. Dr. Alberto Etchengoyen, Leiter des Instituts für Technologie und Astroteilchen Detektion (ITeDA), Buenos Aires, und Helmholtz International Fellow, überreichte diesen traditionellen Preis. Er erwähnte in seiner Rede die brillante Karriere von Johannes Blümer, seinen enormen Einsatz für die Astroteilchenphysik weltweit und insbesondere in Argentinien und seine Hingabe zur Lehre. Etchengoyen betonte dessen Arbeit als Sprecher der Helmholtz Alliance für Astroteilchenphysik (HAP) und die enge Beziehung zwischen UNSAM und dem Karlsruher Institut für Technologie (KIT). Im Mai 2013 wurde ein gemeinsames PhD Programm mit dualem Abschluss gestartet.

 

Die Feierlichkeiten schlossen mit einem Beitrag von Johannes Blümer zu "Big Science on a small Planet", in dem er die Vielfalt des Forschungsbereich mit kosmischer Strahlung, Neutrinos und Dark Matter erläuterte, und in dem er auf die Arbeit des Pierre Auger Observatoriums, einem Projekt mit Beteiligung von achtzig Instituten, ITeDA und KIT eingeschlossen, einging.

 

Im Anschluss fand der zweitägige "Deutsch-Argentinische Astroteilchenphysik Workshop" statt, an dem auch die Universidad Nacional de La Plata (UNLP) und Universidad de Buenos Aires (UBA) teilnahmen.

 

Pressemitteilung: UNSAM


22.07.2013 - ATLAS und CMS erhalten prestigeträchtigen EPS HEPP-Preis

EPS-Preis

Der High Energy and Particle Physics Prize der Europäischen Physikalischen Gesellschaft wurde an die Forscherteams der Teilchenphysik-Experimente ATLAS und CMS verliehen. Die Kollaborationen erhalten den Preis zusammen mit ihren Sprechern Michel Della Negra (Imperial College London), Peter Jenni (CERN und Universität Freiburg) und Tejinder Virdee (Imperial College London) für die Entdeckung eines neuen schweren Teilchens mit den Eigenschaften des langgesuchten Higgs-Teilchens. mehr...

 


23.04.2013 - Von galaktischen Knien und einem extragalaktischen Knöchel

KASCADE-Grande-Experiment am KIT gibt Hinweise auf extragalaktische Komponente der kosmischen Strahlung
Galaktisches_Knie_und_extragalaktischer_Knoechel_1
Mit dem Messfeld KASCADE-Grande auf dem Gelände des KIT untersuchten die Wissenschaftler Teilchenschauer, die durch Kosmische Strahlung ausgelöst werden. (Foto: KIT)

In der Tat zeigen aktuelle Ergebnisse des KASCADE-Grande  Experimentes ein Abflachen (Anti-Knie oder Knöchel) des Spektrums leichter Primärteilchen oberhalb einer Energie von 1017 Elektronenvolt. Diese Struktur ist ein Hinweis auf das Auftreten einer neuen, nun extragalaktischen Komponente der kosmischen Strahlung. Dieses für die Hochenergie-Astrophysik wichtige Ergebnis wurde soeben in der Zeitschrift „Physical Review D“ veröffentlicht. mehr...


19.04.2013 - Erna-Scheffler-Förderpreis für ein KIT-Forscherin

Soroptimist International Club Karlsruhe zeichnet ein herausragende Dissertation in Elementarteilchenphysik aus
Erna preis
Die Trägerinnen des Erna-Scheffler-Förderpreises 2013. Dr. Susanne Mertens.(Foto: KIT)

Die  Physikerin Dr. Susanne Mertens erhalten den Erna-Scheffler-Förderpreis 2013. Mit der Auszeichnung würdigt der Soroptimist International Club Karlsruhe alle zwei Jahre herausragende wissenschaftliche Leistungen junger Frauen am KIT. Der Preis erinnert an die erste Bundesverfassungsrichterin in Deutschland, Dr. Erna Scheffler, die sich nachdrücklich für die Gleichstellung der Frau engagierte. Die Physikerin Dr. Susanne Mertens hat sich in ihrer Dissertation mit Untergrundprozessen in den elektrostatischen Spektrometern des Karlsruhe Tritium Neutrino Experiments KATRIN befasst. Dieses interdisziplinäre Experiment zielt darauf, die Masse der Neutrinos, die zu den Elementarteilchen gehören, so genau wie möglich zu bestimmen. mehr...


01.02.2013 - Große Feierlichkeiten bei KSETA

Verleihung der Ehrendoktorwürde und des Julius Wess Preises am KIT
Celebration
Verleihung des Julius Wess Preises an Peter Jenni und Michel Della Negra (Foto: Fotostelle KIT)

Am 1. Februar 2013 wurde die neue Graduiertenschule „Elementarteilchen- und Astroteilchenphysik: Wissenschaft und Technologie (KSETA )“ am KIT offiziell mit einer großen Feier  eröffnet. Einer der Höhepunkte war die Verleihung des Julius-Wess Preis 2012 an Peter Jenni und Michel Della Negra und ein weiterer Höhepunkt war die Verleihung der Ehrendoktorwürde an den Nobelpreisträger James W. Cronin. Mehr... 

 


01.02.2013 - KSETA Auftaktsymposium

KSETA_programme
KSETA Programme

Am 1. Februar 2013 veranstaltet die "Karlsruher Graduiertenschule für Elementarteilchen- und Astroteilchenphysik: Wissenschaft und Technologie" (KSETA ) ihr Auftaktsymposium. Als besondere Highlights dieser Eröffungsveranstaltung werden Prof. Jim Cronin mit der Ehrendoktor würde ausgezeichnet und der Julius-Wess Preis verliehen. Mehr... 


08.01.2013 - Helmholtz International Fellowship für Prof. Alberto Etchengoyen

Alberto Etchegoyen
Professor Alberto Etchegoyen

Instituto de Technologias en Deteccion y Astropaticulas ITeDA in Buenos Aires ist jetzt ein angeschlossene Member von Alliance.  In December 2012, der Leiter von ITeDA Alberto Etchengoyen hat ein Preis gewonnen als Helmholtz International Fellowship.

Das KIT  hatte den Physiker für den mit 20.000 Euro dotierten Preis vorgeschlagen. Damit verbunden ist eine Einladung zu einem Forschungsaufenthalt an einem oder mehreren Helmholtz-Zentren. Etchegoyen wird in den kommenden zwei Jahren mehrfach am KIT-Centrum Elementarteilchen- und Astroteilchenphysik (KCETA ) zu Gast sein. „Argentinien ist ein aufstrebender Wissenschaftsstandort, gerade auch für Einrichtungen der Astroteilchenphysik“, sagt Professor Johannes Blümer, Sprecher von KCETA. „Das Potenzial für Kooperationen ist riesig, wie das Internationale Pierre Auger-Observatorium  für kosmische Strahlung seit 15 Jahren eindrucksvoll belegt.“

Diese gibt ihm die Gelegenheit Forschungsaufenthalten zu verfolgen und die Helmholtz Managment Academy zu besuchen, wo er mit der nächste Generation von Helmholtz Wissenschaft-Manager interagieren wird.

Pressemitteilung Helmholtz-Gemeinschaft


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